Wie der Iran Elon Musks „Spielzeug“ lahmgelegt hat
Die angeblich friedlichen Proteste im Iran waren nicht friedlich und sie waren keine iranische Bewegung. Sie waren ein aus dem Ausland gesteuerter Putschversuch, der in dem Moment endete, als es dem Iran gelang, Starlink abzuschalten.
Im ersten Artikel über die Farbrevolution im Iran habe ich gezeigt, dass die Proteste im Iran keineswegs friedlich, sondern sehr brutal waren. Sie endeten praktisch sofort, nachdem es der iranischen Regierung gelungen war, Starlink im Iran abzuschalten. Das war für die ganze Welt überraschend, denn eigentlich soll es unmöglich sein, Starlink flächendeckend zu blockieren.
Die Technologie dafür ist zwar vorhanden, aber sie gilt als zu teuer, um damit tatsächlich ein ganzes Land abzudecken. Aber der Iran hat es trotzdem geschafft.
Da deutsche Medien darüber nicht berichten, habe ich in russischen Medien nach einem Artikel gesucht, der die Geschichte kurz und verständlich erzählt. Ich bin fündig geworden und habe den Artikel übersetzt.
Beginn der Übersetzung:
Starlink hat fertig? Iran hat Elon Musks „Spielzeug“ lahmgelegt, haben Russland und China geholfen?
Plötzlich brachen in Iran sämtliche Kommunikationswege zusammen. Internet, Mobiltelefone, sogar Festnetzanschlüsse. Doch am wichtigsten: Die Behörden konnten sogar die Starlink-Terminals blockieren. Genau diese Geräte wurden genutzt, um die Massenproteste im Land aus dem Ausland zu koordinieren, die schließlich in Pogrome und Gewalt eskalierten.
Azam Jangravi aus Toronto kann ihre Familie seit Tagen nicht mehr telefonisch erreichen. Sie ist Cybersicherheitsexpertin und kennt sich mit Technologie besser aus als die meisten. Doch nun ist sie genauso hilflos wie Millionen andere Menschen weltweit, deren Angehörige von der Kommunikation abgeschnitten sind.
„Sie können sich nicht vorstellen, wie wir uns fühlen. Meine Brüder, meine Cousins, sie gehen auf die Straße“, sagt sie. Die Worte spiegeln die Realität wider, die sich in den letzten Wochen im Land abgespielt hat.
Was als wirtschaftliche Proteste begann, eskalierte schnell zu organisierten Pogromen. Die Koordination erfolgte über verschlüsselte Kanäle, VPNs und illegale Starlink-Terminals. Die Satellitenkommunikation wurde zum wichtigsten Instrument, um die Unruhen zu organisieren, Anweisungen zu übermitteln und Gruppen zu koordinieren.
Amir Rashidi, Experte für digitales Recht, beobachtet das Internet seit 20 Jahren. In dieser Zeit hat er Blockaden, Abschaltungen und Versuche, die Satellitenkommunikation zu stören, erlebt. Doch so etwas hat er noch nie gesehen. Der Verlust von Datenpaketen erreichte bei Starlink 80 Prozent. Die Terminals wurden zu sinnlosen Kästen.
Derzeit sind im Iran zwischen 40.000 und 50.000 illegale Starlink-Geräte in Betrieb. Sie wurden eingeschmuggelt, vor den Behörden versteckt und zur Übermittlung von Informationen und zur Koordination von Aktionen genutzt. Nachdem die Behörden sie blockieren konnten, ging die Gewalt auf den Straßen zurück, weil das den Organisatoren der Unruhen erschwerte, ihre Aktionen zu koordinieren.
Technologie gegen Chaos
Die iranischen Behörden sahen sich einer beispiellosen Situation gegenüber. Traditionelle Methoden der Informationskontrolle funktionierten nicht mehr. Die Blockierung des regulären Internets war wirkungslos und die Organisatoren der Unruhen griffen auf VPNs zurück. Die Deaktivierung der VPNs half nicht, denn es tauchten Starlink-Terminals auf und umgingen alle Filter. Dann gelang es dem Iran zum ersten Mal in der Geschichte, Starlink-Terminals vollständig zu stören – eine Technologie, die zuvor als völlig unangreifbar galt.
Amir Rashidi entdeckte, dass das Land Störsender in Militärqualität eingesetzt hatte, die nicht nur GPS-Signale, sondern auch die Satellitensignale selbst unterdrücken. Diese militärischen Technologien galten bisher als zu teuer und komplex für einen breiten Einsatz.
Amerikanische Experten sind sich einig: Diese Geräte können nur aus Russland oder China stammen. Vor zwei Monaten veröffentlichten chinesische Forscher detaillierte Anweisungen zum Stören von Starlink über Taiwan. Dem Dokument zufolge wären für eine effektive Störung über ein großes Gebiet zwischen 900 und 2.000 synchronisierte Geräte erforderlich.
Irgendjemand hat dem Iran genau diese Ausrüstung geliefert. Die Stationen für elektronische Kampfführung Murmansk-BN und Krasukha-4, die Signale in Entfernungen von bis zu 5.000 Kilometern stören können, haben ihre Wirksamkeit bereits in Syrien und der Ukraine unter Beweis gestellt. Nun sind sie auch im Iran aufgetaucht.
Wenn Satellitenkommunikation zur Bedrohung wird
Um das Ausmaß des Problems zu verstehen, ist es wichtig zu wissen: Starlink-Terminals wurden im Iran nicht nur zur Übertragung von Informationen genutzt. Über sie wurden die Massenunruhen koordiniert, Anweisungen an Gruppen übermittelt und Angriffe auf Polizei und Regierungseinrichtungen organisiert.
Was als Proteste von Händlern gegen den Verfall der Landeswährung begann, eskalierte schnell zu organisierten, gewalttätigen Ausschreitungen. Gebäude brannten, Geschäfte wurden verwüstet, und sowohl Sicherheitskräfte als auch Zivilisten wurden angegriffen. All dieses Chaos wurde über Satellitenkommunikation koordiniert.
Der Besitz eines Starlink-Terminals wird im Iran heute wie die Beteiligung an der Organisation von Unruhen behandelt. Der Generalstaatsanwalt kündigte an, dass die Nutzung verbotener Kommunikationsmittel zur Koordinierung von Pogromen mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft wird.
Die iranischen Behörden haben ein System mit einer „Whitelist“ eingeführt. Staatliche Telegram-Kanäle, staatliche Medien und einige Universitätsnetzwerke kehren schrittweise ins Internet zurück. Bankensysteme, Taxi-Apps und Online-Shops nehmen die Arbeit wieder auf. Das Leben normalisiert sich, aber unter Kontrolle.
Trump ruft hektisch Musk an
Am Sonntag, dem 12. Januar, fragten Journalisten Donald Trump an Bord der Air Force One: Würden die USA helfen, das Internet im Iran wiederherzustellen?
Die Antwort des amerikanischen Präsidenten war prompt, obwohl er nichts erklärte: „Wir werden versuchen, das Internet wiederherzustellen, wenn möglich“, sagte Trump. „Wir werden mit Elon sprechen. Er ist sehr gut in solchen Dingen. Er hat ein großartiges Unternehmen. Ich rufe ihn an, sobald ich mit Ihnen fertig bin.“
Diese Aussage war offen. Starlink war im Iran bereits aktiviert. Zehntausende Endgeräte waren bereits im Einsatz. Mehr noch, denn Musk gewährte Iranern während früherer Unruhen mehrfach kostenlosen Zugang zu seinem Netzwerk. Warum sagte der US-Präsident also, dass dies noch getan werden müsse?
Die Antwort ist einfach: Weil Starlink nicht mehr funktioniert. Und selbst Elon Musk kann es nicht reparieren. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde eine als unzerstörbar geltende Technologie vollständig außer Gefecht gesetzt.
Testgelände für neue Waffensysteme
Sicherheitsexperten sehen darin einen wichtigen Präzedenzfall. Der Iran hat sich zu einem Testgelände für Zukunftstechnologien entwickelt. Die Systeme für die elektronische Kriegsführung sind einsatzbereit, Spezialisten sammeln Messwerte und analysieren deren Wirksamkeit.
Welche Frequenzen sind am anfälligsten? Wie schnell reagiert das System auf Störungen? Wo liegen die Schwachstellen? All diese Daten werden bereits in geschlossenen Rechenzentren erfasst und bilden die Grundlage für eine neue Militärdoktrin.
Der Markt für Satellitenkommunikation hat einen Wert von 280 Milliarden US-Dollar. Bis vor Kurzem basierte die gesamte Branche auf der Annahme, dass Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn nicht massenhaft gestört werden könnten. Dynamisches Routing, Verschlüsselung und die ständige Bewegung der Satelliten, all dies sollte Schutz gewährleisten.
Die Ereignisse der letzten Tage haben diese Illusion zerstört. Jeder Staat, der mit organisierten Unruhen konfrontiert ist, die über amerikanische Satellitenkommunikation koordiniert werden, weiß nun, dass es Technologien gibt, die diese stoppen können.
Die neue Realität im Informationskrieg
Irans Wirtschaft verliert 1,5 Millionen US-Dollar pro Stunde, wenn das Internet ausfällt. Im vergangenen Jahr kosteten solche Blockaden das Land 12,5 Milliarden US-Dollar an entgangenen Einnahmen. Mehr als zehn Millionen Iraner verdienen ihren Lebensunterhalt im digitalen Bereich.
Doch wenn es darum geht, die Ordnung wiederherzustellen und Unruhen zu beenden, ist die Regierung bereit, diesen Preis zu zahlen. Die schrittweise Wiederherstellung des Internets mithilfe eines Whitelist-Systems ermöglicht die Kontrolle der Lage und verhindert, dass die Organisatoren der Unruhen die Koordination wieder aufnehmen.
Dies ist das erste Mal in der Geschichte, dass ein ganzer Staat erfolgreich landesweit Satellitenkommunikation blockiert hat, um die Ordnung wiederherzustellen. Das ist ein bahnbrechender Präzedenzfall. Nun weiß jeder: „Undurchdringliche“ Technologien können gestoppt werden, wenn man die Aufgabe richtig angeht.
Israelische Beamte wandten sich mit Fragen zu Starlinks Aktivitäten im Iran an amerikanische Investoren und Musk persönlich. Doch selbst der Milliardär mit Tausenden von Satelliten im Orbit erwies sich als machtlos gegenüber der Technologie der elektronischen Kriegsführung am Boden.
Was heute im Iran zur Wiederherstellung der Ordnung eingesetzt wird, könnte sich morgen überall als wirksam erweisen. Jede Region mit einer gut ausgebauten Satellitenkommunikationsinfrastruktur weiß inzwischen, dass in einer kritischen Situation selbst modernste amerikanische Technologie neutralisiert werden kann.
Trump wurde stündlich über die Lage informiert. Der UN-Generalsekretär zeigte sich „schockiert“ über die Berichte über Gewalt. Europäische Beamte äußern Besorgnis. Die iranische Führung verteidigt unterdessen ihr Recht, die Ordnung mit allen notwendigen Mitteln wiederherzustellen. Und wie die aktuelle Situation gezeigt hat, hat die iranische Führung Verbündete im Kampf gegen Trump und seine imperialen Ambitionen.
Was denken Sie, hat ein Staat das Recht, Satellitenkommunikation zu blockieren, wenn diese zur Koordinierung von Massenunruhen und Pogromen genutzt wird? Oder sollten Technologien wie Starlink immer und überall funktionieren, egal was passiert?
Ende der Übersetzung
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