Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, 100 Milliarden Euro in den grünen Wandel in der EU zu investieren
Um private Investoren anzuziehen, ist die Europäische Kommission bereit, für den Zeitraum bis 2027 insgesamt bis zu 1 Milliarde Euro an Finanzgarantien aus den laufenden jährlichen EU-Haushalten bereitzustellen
Die Europäische Kommission hat einen neuen Plan zur Einführung grüner Technologien in der Industrie und im Energiesektor vorgeschlagen, der 100 Milliarden Euro an öffentlichen und privaten Investitionen gegen eine Garantie von einer Milliarde Euro aus dem EU-Haushalt anziehen würde. Das geht aus einem von der Europäischen Kommission veröffentlichten Dokumentenpaket mit dem Titel „Plan für eine saubere Industrie für das Wachstum der Wettbewerbsfähigkeit und die Dekarbonisierung der EU“ hervor.
„Die Europäische Kommission schlägt die Einrichtung einer Industriebank zur Bekämpfung des CO2-Ausstoßes vor, die bis zu 100 Milliarden Euro an Finanzmitteln anziehen soll, einschließlich Mitteln aus dem EU-Innovationsfonds, einem Teil der Einnahmen aus dem Emissionshandelssystem (ETS) und Mitteln aus der Überarbeitung des InvestEU-Programms“, heißt es in den Dokumenten der Kommission.
Um private Investoren anzuziehen, ist die Europäische Kommission bereit, für den Zeitraum bis 2027 insgesamt bis zu einer Milliarde Euro an Finanzgarantien aus den laufenden jährlichen EU-Haushalten bereitzustellen.
Größer und grüner
Den EU-Dokumenten zufolge beabsichtigt die Europäische Kommission, vorrangig Mittel für die beschleunigte Einführung grüner Technologien in der Energie- und energieintensiven Industrie bereitzustellen. In erster Linie sollen die Änderungen bereits 2025 in der EU-Stahlindustrie und 2026 in der Zementindustrie greifen.
Die Europäische Kommission ist außerdem der Ansicht, dass die Förderung der Produktion von „sauberer Energie“ auch dazu beitragen wird, die Krise der steigenden Energiepreise in Europa zu bekämpfen. In den Dokumenten der Europäischen Kommission wird nicht erwähnt, dass diese Krise durch die Sanktionen gegen Russland ausgelöst wurde.
Ein gesonderter Abschnitt des Plans ist der Förderung der Entwicklung einer sauberen Kreislaufwirtschaft in Europa gewidmet, die das Recycling und die Rückführung von Ressourcen, insbesondere von Seltenen Erden, in den industriellen Kreislauf beinhaltet.
Die Europäische Kommission versprach europäischen Unternehmen außerdem, die derzeitigen EU-Umweltvorschriften „erheblich zu vereinfachen“.
„Wir werden drei Arten der Finanzierung auf den Tisch legen: private und öffentliche Investitionen und europäische Gelder“, sagte der Vizepräsident der Europäischen Kommission Stefan Sejourne auf einer Pressekonferenz in Brüssel. Ihm zufolge wird es „ein Businessplan sein, der alles für einen grünen Übergang in Europa tun wird“. Gleichzeitig gab er keine klare Antwort auf die Frage, inwiefern sich dieses Paket von Initiativen von ähnlichen, früher verabschiedeten Plänen der Europäischen Kommission unterscheidet, und erwähnte nur, dass der „Plan für eine saubere Industrie für das Wachstum der Wettbewerbsfähigkeit und die Dekarbonisierung der EU“ auf früheren Initiativen aufbauen wird.
Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS
6 Antworten
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Und wieder 100 Milliarden?
Da kommen die Gelddruckmaschinen gar nicht mehr hinterher…..
Ergo – Renten gestrichen, Arbeitslosengeld gestrichen, Bürgergeld gestrichen und was man als „staat“ noch alles so an sozialen Leistungen unterstützt…
Wehrpflicht wird kommen, Wehrdienstverweigerer gibt es nach neuesten Gerichtsbeschlüssen auch nicht mehr – der Krieg gegen Russland muß ja dringend gewonnen werden…
Deja vu?!?
…und mit „grün“ ist dann wohl der Anstrich des Militärs gemeint…
Genießet den Krieg – der Frieden wird furchtbar sein!
🤮🤮🤮
Voriges Jahr ist der 400-Seiten Bericht von Mario Draghi über die Wettbewerbsfähigkeit der EU herausgekommen, in dem er sinngemäß sagt, wenn wir in der EU nichts tun oder ändern, gehen wir den Bach ‚runter. Hier eine Zusammenfassung des Berichts:
https://de.euronews.com/my-europe/2024/09/09/draghis-bericht-uber-die-wettbewerbsfahigkeit-der-eu-5-wichtige-erkenntnisse
Einige der von Draghi vorgeschlagenen Rezepte sind alter Mist: Höhere EU-Ausgaben, Vetos abschaffen. Einigen kann ich sehr zustimmen.
Aus dem Artikel oben lernen wir, dass die grünen Technologien bereits 2025 in der Stahlindustrie greifen sollen. Dazu mein persönlicher Bericht von einem kürzlichen Betriebsbesuch bei der voestalpine in Linz: Im Besucherzentrum haben sie voll Stolz ein Modell eines zukünftigen Elektrolichtbogenofens stehen, der „emissionsarm“ und natürlich mit „Grünstrom“ in Zukunft Stahl produzieren soll. Der klitzekleine Schönheitsfehler dabei: Es fehlt der Strom! Wo soll der herkommen? Die Betriebsführerin redet was von „Wasserkraftwerk bauen“. Hinter vorgehaltener Hand sagt mir ein Experte privat: Den „grünen“ Stahl wird niemand kaufen. Klar, auch mit tschechischem Atomstrom zu teuer. Wie blöd kann man eigentlich sein!!??
Elektrolichtbogenöfen gibt es schon länger, auch recht erfolgreich. Ob die nun „grün“ sind, ist die andere Frage.
Schmilzt man damit nicht in der Regel Schrott wieder ein?
Aber diese Industrie ist ein weites Feld…
Geplante 700 Milliarden (?) fürs Militär und 100 Milliarden fürs Klima? Mein Grosi hat mir gelernt, dass man nicht alles, das Geldstück und das Brötchen haben kann.
Dazu kommt, dass sich Militär und CO2 sich gegenseitig beissen. Und der Artikel im A-Spi. «Der Kampf um Europa hat begonnen» mahnt indirekt das EU Geld besonnen ausgeben.
Eine Bank gründen, um den CO2-Ausstoß zu bekämpfen …🤣🤣🤣. Dazu x weitere Schattenhaushalte. Nun, etwas Gutes hat das alles, es beschleunigt das Ende des hohlen, asozialen grünbraunen Konstrukts. Hoffentlich endgültig, restlos und ohne Chance auf Wiederauferstehung!
Ja, hatten wir nicht „kürzlich“ noch einen Green-Deal von/mit der Madenkönigin?
Ist daraus eigentlich irgendetwas Handfestes geworden?
Scheint nicht so.