Es gibt einige interessante Neuigkeiten über die Tätigkeit der Ärzte ohne Grenzen, über die ich demnächst berichten werde. Bei der Recherche zu dem Thema habe ich, wie ich es immer tue, versucht, etwas über die Finanzierung dieser NGO herauszufinden. Stammleser des Anti-Spiegel wissen, dass das ein Kernthema bei mir ist und dass ich schon über die Finanzierung vieler angeblich unabhängiger NGOs berichtet habe, die sich dabei als ganz und gar nicht unabhängig herausgestellt haben.

Bei der Recherche zu den Ärzten ohne Grenzen bin ich auf unerwartete Schwierigkeiten gestoßen, über die ich nun berichten werde. Danach stelle ich meine Frage an die Schwarmintelligenz der Leserschaft.

Die Finanziers werden verschwiegen

Bei den Ärzten ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, kurz MSF) bin ich jedoch auf zwei sehr wichtige Besonderheiten gestoßen. Erstens habe ich noch keine NGO gesehen, die so intransparent mit ihrem Einkommen umgeht. Bei NGOs, die ihre Finanziers verheimlichen wollen, kann man oft trotzdem Hinweise finden, indem man sich beispielsweise die Partner der NGO anschaut. Aber die Ärzte ohne Grenzen nennen nicht nur keinen einzigen Großspender, sie nennen auch keine Partnerorganisationen.

Die deutsche Sektion der Ärzte ohne Grenzen schreibt im letzten Jahresbericht über die Herkunft ihrer Jahreseinnahmen in Höhe von 268,5 Millionen Euro beispielsweise:

„Hierzu gehören Spenden, Mitgliedsbeiträge, Erbschaften und Bußgelder von Privatpersonen, Zuwendungen von Stiftungen und Firmen sowie Einnahmen aus Firmenkooperationen.“

Mehr Informationen über die Herkunft ihrer Einnahmen gibt es nicht.

Auch die internationale Dachorganisation der Ärzte ohne Grenzen ist nicht auskunftsfreudiger. In deren Jahresbericht schreiben sie über die Herkunft ihrer Jahreseinnahmen in Höhe von 2,252 Milliarden Euro:

„Mehr als 7 Millionen Einzelspender und private Stiftungen weltweit machten das möglich. Zu den öffentlichen Einrichtungen, die MSF finanziell unterstützten, gehörten unter anderem die Regierungen Kanadas und der Schweiz, die Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Turberkulose und Malaria, die International Drug Purchase Facility (UNITAID) sowie einige Regionalräte und Gemeinden in Frankreich, Luxemburg und der Schweiz.“

Die Ärzte ohne Grenzen geben dabei an, dass sie nur ein Prozent von Staaten oder staatlichen Organisationen erhalten, aber 97 Prozent von Einzelspendern und privaten Stiftungen. Der einzige nicht-staatliche Geldgeber, den sie nennen, ist der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Turberkulose und Malaria. Diesen, unter anderem von Bill Gates, mit Milliarden ausgestatteten Fonds habe ich bei der Arbeit an meinem Buch „Inside Corona“ gut kennengelernt, wie Leser des Buches wissen.

Nur wenige NGOs bekommen so viel Geld

Damit kommen wir zur zweiten wichtigen Besonderheit der Ärzte ohne Grenzen: Sie gehören, was ich nicht wusste und was mich überrascht hat, zu den finanziell am besten ausgestatteten NGOs der Welt. Nur sehr wenige NGOs können sich mit Jahreseinnahmen von über zwei Milliarden Euro brüsten.

Das bedeutet allerdings, dass die Ärzte ohne Grenzen, die sich ja fast nicht von Staaten finanzieren lassen, sehr viel Geld von NGOs und Stiftungen bekommen müssen. Das liegt auf der Hand, denn private Einzelspenden liegen im Durchschnitt bei 10 oder 20 Euro. Selbst wenn wir annehmen, dass die durchschnittliche Spende bei den Ärzten ohne Grenzen bei 50 Euro liegen würde, wären das bei den von ihnen genannten sieben Millionen Einzelspendern 350 Millionen Euro.

Aber die Ärzte ohne Grenzen bekommen mit 2,252 Milliarden, also 2.252 Millionen Euro, pro Jahr mehr als das Sechsfache der 350 Millionen, was bedeutet, dass sie einige wenige Großspender aus dem Kreis der internationalen Stiftungen haben müssen.

Daher meine Frage an die Schwarmintelligenz der Leser

Wer hat Informationen über die Finanzierung der Ärzte ohne Grenzen? Bitte schreiben Sie mir in die Kommentare oder im Kontaktformular, wenn Sie dazu Informationen haben, Vertraulichkeit ist auf Wunsch garantiert.