Kiew bereitet Verteidigungsanlagen vor: Die Ereignisse des Wochenendes
Hier übersetze ich die Zusammenfassung der Ereignisse in und um die Ukraine des Wochenendes, wie sie in der russischen Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurde.
Die russische Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht fast jeden Abend eine Zusammenfassung der Ereignisse des Tages in und um die Ukraine. Ich versuche, möglichst jede Zusammenfassung zu übersetzen, auch wenn ich nicht garantieren kann, dass ich das jeden Tag leisten kann, zumal die Zusammenfassung mal am frühen Abend, mal spät in der Nacht erscheint.
Hier übersetze ich die Zusammenfassung des Wochenendes.
Beginn der Übersetzung:
Die USA verbieten den Frieden, Frauen werden in das Militärregister aufgenommen: Die Ereignisse rund um die Ukraine
Die Ukraine habe die Idee eines Friedensabkommens mit Russland im Frühjahr 2022 abgelehnt, weil Washington verboten habe, Zugeständnisse an Moskau zu machen, sagte der frühere deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder, der auf Wunsch Kiews an den Verhandlungen teilgenommen hat. Ihm zufolge sind die einzigen, „die den Krieg für die Ukraine regeln können, die Amerikaner“.
Unterdessen haben die Behörden in der ukrainischen Hauptstadt über die Einrichtung einer massiven Verteidigungslinie um Kiew berichtet und in der Stadt selbst haben groß angelegte Inspektionen begonnen, bei denen Frauen mit einem medizinischen Abschluss in das Militärregister aufgenommen wurden.
Die TASS hat die wichtigsten Ereignisse der letzten zwei Tage rund um die Ukraine zusammengestellt.
Verlauf der Operation
- Nach Schätzungen des russischen Verteidigungsministeriums haben die ukrainischen Streitkräfte in den letzten zwei Tagen etwa 1.400 Soldaten und 80 Ausrüstungsgegenstände verloren. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums erlitt Kiew die größten Verluste – mehr als 800 Personen – bei Donezk und etwa 245 weitere südlich von Donezk.
- Das Verteidigungsministerium meldete unter anderem abgewehrte Angriffe ukrainischer Angriffsgruppen in den Gebieten Verbowoje und Rabotino in der Region Saporoschje, in Sinkowka und Iwanowka in der Region Charkow und in Nadija in der Volksrepublik Lugansk.
- Darüber hinaus meldete das Ministerium die Zerstörung mehrerer Kommunikationszentren und Lagerhäuser von ukrainischen Einheiten.
Kiew wird auf die Verteidigung vorbereitet
- In der Nähe der ukrainischen Hauptstadt wurden mehrere Verteidigungslinien mit einer Länge von etwa 1.000 Kilometern eingerichtet, teilte der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Kiew, Sergej Popko, mit.
- Ihm zufolge wurden „zuverlässige Systeme zur Bekämpfung des Feindes, technische Barrieren aller Art, Luft- und Panzerabwehr, umfassende Unterstützung und so weiter“ errichtet.
- Kiew soll auch durch „ein mehrstufiges Luftverteidigungssystem“ geschützt werden. Es besteht aus mobilen Gruppen und Flugabwehrraketensystemen unterschiedlicher Reichweite aus sowjetischer und westlicher Herstellung.
Scheitern der Verhandlungen
- Der ehemalige deutsche Bundeskanzler (im Amt von 1998-2005) Gerhard Schröder sprach in einem Interview mit der Berliner Zeitung über seine Teilnahme an den Friedensgesprächen zwischen Moskau und Kiew im vergangenen Frühjahr. Er sagte, er habe ein Vermittlungsersuchen der Ukraine erhalten. „Ich hatte zwei Gespräche mit [dem derzeitigen ukrainischen Verteidigungsminister Rustem] Umerow, dann mit [dem russischen Präsidenten Wladimir] Putin von Angesicht zu Angesicht und dann mit Putins Gesandtem“, sagte er.
- Als Sicherheitsgarantie wurde das österreichische Modell oder das 5+1-Modell vorgeschlagen. Umerow hielt es für eine gute Option. Auch in anderen Fragen zeigte er Bereitschaft. Er sagte auch, dass die Ukraine keine NATO-Mitgliedschaft anstrebe, er sagte, dass die Ukraine die russische Sprache im Donbass wieder einführen wolle“, verriet Schröder.
- „Aber am Ende ist nichts passiert. Mein Eindruck: Es konnte nichts passieren, weil alles andere in Washington entschieden wurde“, meint der Altkanzler. „Die einzigen, die den Krieg für die Ukraine regeln können, sind die Amerikaner. Bei den Friedensgesprächen <…> haben die Ukrainer dem Frieden nicht zugestimmt, weil sie es nicht konnten. Bei allem, was sie besprachen, mussten sie die Amerikaner fragen“, sagte Schröder.
- Der ehemalige Bundeskanzler ist der Ansicht, dass fünf Bedingungen erfüllt sein müssen, um den Konflikt zu lösen. „Erstens: Die Ablehnung der NATO-Mitgliedschaft durch die Ukraine. Die Ukraine kann die Bedingungen so, wie sie ist, nicht erfüllen. Zweitens: das Problem der Sprache. Das ukrainische Parlament hat die Zweisprachigkeit aufgehoben, das muss geändert werden. Drittens: Der Donbass bleibt Teil der Ukraine, braucht aber mehr Autonomie. Viertens: Die Ukraine braucht auch Sicherheitsgarantien. Der UN-Sicherheitsrat und Deutschland sollten diese Garantien geben. Fünftens: Die Krim. Wie lange ist die Krim schon russisch? Die Krim ist mehr als nur ein Territorium für Russland, sie ist Teil seiner Geschichte“, sagte Schröder. „Es wäre möglich, den Krieg zu beenden, wenn es nicht um geopolitische Interessen ginge“, erklärte er.
Die Partner haben nicht genug Geld für die Ukraine
- Das deutsche Bundesverteidigungsministerium ist besorgt, dass im Entwurf des Bundeshaushalts 2024 mehr als 5 Milliarden Euro für die Militärhilfe an die Ukraine fehlen, berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf ein vertrauliches Dokument des Bundesverteidigungsministeriums.
- Der Zeitung zufolge sieht der Entwurf 4 Milliarden Euro für die Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte vor, von denen 3,1 Milliarden Euro für bereits genehmigte Projekte und nur 120 Millionen Euro für neue Projekte ausgegeben werden sollen.
- Das deutsche Verteidigungsministerium ist sich sicher, dass der Bedarf der ukrainischen Streitkräfte viel höher sein wird, und beabsichtigt, zusätzliche 5,2 Milliarden Euro für diese Zwecke zu beantragen. Fast die Hälfte dieses Betrags (2,34 Milliarden Euro) soll für die Reparatur von westlichem Gerät und Ersatzteilen dafür ausgegeben werden.
- Unterdessen erklärte der Abgeordnete der Werchowna Rada, Jaroslaw Zheleznyak, dass die 61,4 Milliarden Dollar, die US-Präsident Joe Biden für Kiew beim Kongress beantragt hat, für die Ukraine nicht ausreichen würden. Seinen Berechnungen „werden zwei Milliarden Dollar“ für die Ukraine „nicht reichen“, wenn „das Geld für 13 Monate ist“.
Frauen an die Waffen
- Kiewer Militärkommissionen haben eine groß angelegte Überprüfung von Frauen mit medizinischer oder pharmazeutischer Ausbildung eingeleitet, sie werden in das Militärregister aufgenommen.
- „Ausnahmslos alle Medizinerinnen und Pharmazeutinnen werden zur Überprüfung in das militärische Rekrutierungszentrum geschickt“, sagte ein Augenzeuge gegenüber der TASS. „Es wurden noch keine Einberufungsbefehle ausgestellt, aber der Prozess wird sehr kontrolliert.“
- Vor diesem Hintergrund haben die Medizinerinnen in der Hauptstadt begonnen, massenhaft zu kündigen. „Diejenigen, die noch dazu in der Lage sind, erwägen sicherlich die Möglichkeit, das Land zu verlassen, weil ihnen klar ist, wohin alles führt und dass sie letztendlich an die Front geschickt werden“, erklärte ein anderer Einwohner Kiews.
- In der Ukraine ist Anfang Oktober ein Gesetz in Kraft getreten, wonach sich alle Frauen zwischen 18 und 60 Jahren, die eine Spezialisierung als Ärztin, Zahnärztin, Hebamme, Krankenschwester, Apothekerin oder Apothekertechnikerin haben, registrieren lassen müssen.
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