Die wirtschaftlichen Schäden und Preisexplosionen, die die EU derzeit erlebt, sind ausschließlich die Folge der vom Westen verhängten Sanktionen, die sich (bisher) als Schuss ins eigene Knie erweisen. Russland hat am Dienstag zwar verkündet, demnächst den Export und Import von Waren und Rohstoffen einzuschränken, aber noch keine Entscheidungen veröffentlicht, also noch keine Gegensanktionen verhängt. Die Entscheidung darüber, was Russland demnächst nicht mehr importiert oder exportiert, wird bis Ende der Woche erwartet. Für die EU dürften die Probleme dann erst beginnen.

Das scheinen auch einige Herrschaften in der EU erkannt zu haben, wie eine Äußerung von EU-Chefdiplomat Borrell nahelegt, über die das russische Fernsehen berichtet hat. Ich habe den kurzen Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Borrell: Wir haben die Grenze der Sanktionen gegen Russland erreicht

„Was die finanziellen Sanktionen betrifft, so kann man natürlich immer noch weiter gehen, aber wir haben bereits die Grenze dessen erreicht, was wir tun können. Wir haben alles getan, was wir tun konnten“, sagte der Leiter der europäischen Diplomatie, Josep Borrell, in einem Interview mit Franceinfo.

Gegen die Banken und die Wirtschaft wurden weitreichende Sanktionen verhängt, die zu einem Rückgang des Rubelkurses um 40 Prozent geführt haben, erinnerte er.

„Das sind sehr schwere Sanktionen, die die russische Wirtschaft stark belasten werden“, sagte der EU-Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik.

Die EU kann auf Öl, Gas und Kohle aus Russland nicht verzichten. Die USA verweigern es, aber sie „verbrauchen wenig russisches Öl“, erklärte er.

Solange der Konflikt andauert, wird die EU laut Borrell „zweifellos“ Waffen an die Ukraine liefern. Die Herausforderung bestehe darin, „der Ukraine so weit wie möglich zu helfen, aber den Krieg nicht eskalieren zu lassen.“ „Wir müssen einen Krieg mit Russland vermeiden, sonst wird es zu einem dritten Weltkrieg kommen“, sagte Borrell.

Ende der Übersetzung