Macron: Der Westen kann ohne russische Zustimmung Soldaten in die Ukraine schicken

Der französische Präsident sagte, wenn Kiew um die Anwesenheit verbündeter Truppen bittet, würde nicht Moskau diese Entscheidung treffen

Europäische Länder, die sich darauf einigen, ein militärisches Kontingent in die Ukraine zu entsenden, das angeblich eine Beobachtungsmission durchführen soll, können das ohne die Zustimmung Russlands tun. Das erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron in einem Interview mit der Zeitung Le Parisien.

„Die Ukraine ist ein souveränes Land. Wenn sie um die Anwesenheit verbündeter Truppen auf ihrem Territorium bittet, ist es nicht an Russland zu entscheiden, ob man zustimmt oder nicht“, sagte er.

Der Zeitung zufolge befindet sich der französisch-britische Plan zur Entsendung sogenannter Friedenstruppen in die Ukraine in der Endphase der Einigung. Macron sagte, die Zahl der Soldaten sei nicht vorrangig. Es gehe darum, „ein paar Tausend aus jedem Land an wichtigen Orten zu stationieren, um Trainingsprogramme durchzuführen“ und „langfristige Unterstützung“ für Kiew zu demonstrieren. Er fügte hinzu, dass Städte wie Kiew, Lwow und Odessa zu den „Schlüsselstandorten“ gehören würden.

Er sagte jedoch nicht, ob die USA bereit seien, sich an der Initiative zu beteiligen. Zu seinem Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump sagte er, er versuche, „den Kontakt aufrechtzuerhalten und übermäßige Zwischenfälle zu vermeiden“, um „die Unsicherheit zu verringern“.

Macron sagte auch, dass er Russlands Weigerung, europäische Soldaten in der Ukraine zu stationieren, als „klares Zeichen einer strategischen existenziellen Bedrohung“ für Europa betrachtet, die angeblich von Russland ausgeht.

Kampfjet-Lieferungen

Er sagte auch, dass Paris Kiew zusätzliche Mirage 2000-Kampfjets liefern könnte, nachdem es mit Ländern verhandelt hat, in denen diese noch im Einsatz sind.

„Nichts ist ausgeschlossen, auch nicht die Lieferung zusätzlicher [Mirage-Kampfjets]“, zitierte Sud Ouest Macron. Laut der Zeitung Le Parisien sagte der französische Präsident, die Lieferungen könnten „aus Drittländern kommen, in denen [diese Kampfjets] im Einsatz sind“. Die Zeitung weist auch darauf hin, dass die Entscheidung, die Flotte französischer Maschinen in der Ukraine zu erweitern, mit den Behauptungen der ukrainischen Streitkräfte zusammenhängt, dass eine der zuvor gelieferten Maschinen erfolgreich zum Abfangen einer Rakete in ihrem Luftraum eingesetzt wurde. Zu den Gründen gehören auch Verzögerungen seitens der USA bei der Aktualisierung der Software der an Kiew gelieferten F-16-Kampfjets.

Dennoch sprach er über Flugzeuge im Konjunktiv, während die Priorität laut Macron darin bestehe, „die Lieferung bestimmter Raketen und UAVs zu beschleunigen.“ Um die notwendigen Liefermengen sowie die parallele „Aufrüstung Europas“ zu finanzieren, wies er die französischen Unternehmer an, mit europäischen Ländern über französische Waffenlieferungen zu verhandeln, insbesondere mit denen, die jetzt US-Ausrüstung und Waffen kaufen. Um mit den USA konkurrieren zu können, müssen die Franzosen, wie Macron anmerkte, „eine Menge Arbeit leisten, um ihre Produkte zu vereinfachen und zu verbilligen“.

Am 7. März meldeten die ukrainischen Streitkräfte den ersten Einsatz eines französischen Mirage-Kampfflugzeugs „als Reaktion auf einen Luftalarm“. Die Übergabe des ersten Flugzeugs dieser Art an Kiew hatte der französische Verteidigungsminister Sebastien Lecornu am 6. Februar bekannt gegeben. Er gab nicht an, wie viele Kampfflugzeuge Paris zu liefern gedenkt, aber Medienberichten zufolge könnten es nicht mehr als sechs Maschinen sein.

Russlands Standpunkt

Zuvor hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärt, dass die Präsenz von NATO-Truppen, egal unter welcher Flagge und in welcher Funktion, auf ukrainischem Boden eine Bedrohung für Russland darstelle. Ihm zufolge wird Russland das unter keinen Umständen akzeptieren.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat auf einer Pressekonferenz nach den Gesprächen mit seinem weißrussischen Amtskollegen Alexander Lukaschenko am 13. März erklärt, dass Moskau mit den Vorschlägen zur Beendigung der Kampfhandlungen in der Ukraine einverstanden sei, diese aber zu einem langfristigen Frieden führen und die Ursachen der Krise beseitigen müssten. Am 11. März fanden in der saudischen Stadt Dschidda Gespräche zwischen den Delegationen der USA und der Ukraine statt. Im Anschluss an diese Gespräche wurde eine gemeinsame Erklärung der Parteien veröffentlicht, der zufolge die Ukraine bereit ist, den Vorschlag der USA für einen 30-tägigen Waffenstillstand zu akzeptieren, und Washington die Unterbrechung der Bereitstellung von nachrichtendienstlichen Informationen unverzüglich aufheben und die militärische Unterstützung für Kiew wieder aufnehmen wird.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

46 Antworten

  1. Der degenerierte Froschfresser möchte das Schicksal eines Napoleon wiederholen. Leider hat Rußland ein paar Mal zu oft das Überschreiten seiner roten Linien zugelassen, was solchen Figuren Aufwind beschert hat.

      1. Putin würde die AKWs nur als allerletzten Ausweg angreifen, weil er nach wie vor versucht, ein Massaker an Zivilisten zu verhindern. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn Frankreich direkt Russland angreifen würde.

        Aber Merkel kennt natürlich keine solchen Skrupel, und hat tatsächlich an Kriegstüchtigkeit gedacht, weil sie gedacht hat, Putin agiert wie westliche Führer*innen (m/w/d/n/s/d/a/p).

    1. Kurz gesagt, mit der Stationierung westlicher Truppen in der Ukraine wollen Macron und Starmer ganz bewusst und mit vollem Vorsatz Trumps Friedensverhandlungen torpedieren bzw. ganz zu Nichte machen.
      Und ich fürchte, dass diesen Kriegstreibern das auch gelingt.

      1. Ja, französische Soldaten liegen eh schon zuhauf in Russland.

        Da kommt auf ein paar mehr oder weniger auch nicht mehr an.

        Ob sich überhaupt ein französischer Soldat bereit dazu erklärt als Kanonenfutter zu dienen steht ohnehin auf einem anderen Blatt.

  2. Es gehört zum Plan des US-Imperiums, die NATO-EU-Willigen in einen direkten Krieg mit Russland zu steuern und der französische Vasall ist dabei sehr hilfreich. Erkläre man mal die Logig, ohne Rückendeckung des Hegemons gegen ein nuklear weit überlegenes Land in den Krieg zu ziehen, für ein Land, dass dem Hegemon verpfändet ist. Wo liegt hier der Gewinn der Koalition der Willigen ausser es ist das Höchste, dem Hegemon zu dienen.

  3. …die alten Kolonialherren – stockreaktionär und lernresistent wie immer… – doch werden wohl nicht die eigenen Leben dort verheizt, nein – erst schickt man die „neuen Sklaven“ vor….. 😡😡

  4. Hat er Recht, muss man ihm lassen.
    Russland hingegen darf dann die Truppen ungefragt von „Europäern“ pulverisieren.
    So wird man überflüssige Menschen los, in trautem Einvernehmen.
    Chapeau Monsieuer Macron. So geht Diplomatie und französische Kultur.🤮

  5. Frankreich hatte 1938 kein Problem damit, ihrem Verbündeten Tschechoslowakei in den Rücken zu fallen und das Sudetenland Nazi-Deutschland zu überlassen um Hitler zu beschwichtigen.

    Und nachdem Deutschland Polen angegriffen hat, hat Frankreich dem Dritten Reich zwar den Krieg erklärt, hat aber keinen Finger krumm gemacht um Polen zu helfen, Frankreich wartete ab bis Hitler Polen besiegt hat um daraufhin Frankreich ungestört fertig zu werden.

    Den Ersten Weltkrieg konnten Frankreich und Großbritannien gegen Deutschland nur bestehen weil, ihnen die USA zu Hilfe kam, den Zweiten Weltkrieg nur weil die Sowjetunion für sie die Kastanien aus dem Feuer geholt hat.

    Jetzt spielen sich Macron auf, er brauche keine Erlaubnis Russlands um Truppen in die Ukraine zu schicken, sollte sie Frankreich darum ersuchen, dabei setzt er stillschweigend voraus, dass alle anderen Europäer ihm schon nicht allein lassen würden.

    Es wird Zeit, dass man Politiker aus Staaten, die ohne Hilfe heute nicht einmal mehr mit ihren Kolonien fertig werden, klar macht, dass sie ein Paar hinter die Ohren kriegen, wenn sie sich weiter so frech aufspielen.

    1. Frankreich war damals isoliert und schwach. England(stark im Vergleich) hat dabei zugesehen und auch zugelassen das sich Polen eine Ecke von der Tschechesslowakei abbeisst. Polen steigerte dadurch seine Wirtschaft um 50%… (war eine kleine Ecke, aber eine der besten)

    2. @ henio

      Irrtum! Das Sudetenland war deutsch besiedelt (wie auch das geraubte Oberschlesien und Westpreußen), so wie die Ex-Ostukraine russisch besiedelt war und ist. Haben Sie Ihren Irrtum erkannt? Sie dürfen ruhig pro-deutsch sein als immer unterwürfig (= Umerziehung).

      1. nur wurde damals nicht nur das Sudetenland okkupiert, woran die meisten Sudeten gar kein Interesse hatten( Die fühlten sich ganz wohl, ähnlich wie die Elsässer).
        Doch alle Sudetendeutschen usw durften später dafür bluten. Als Vergeltung der Tschechen und Slowaken für die Verbrechen die ihnen angetan wurden.

      2. WK1 war im Wesentlichen der Krieg der „Seevölker“ gegen die Dynastien der Kontinentaleuropäer incl. Russland. Mithin die Kolonialisierung Kontinentaleuropas durch die Angelsachsen i.e. das Englische Empire.
        Nicht geplant war freilich der imperiale Suizid der Engländer.
        Aber offenbar hat Dummschland dabei gelernt, wie ein Land, ein Volk seine wirtschaftliche und soziale Identität schnell und vollständig verlieren und im Sumpf der Geschichte versinken kann.

      3. Das Tschechien mit dem Sudetenland gehörte zum Vielvölkerstaat der k.u.k. Monarchie als Teil des Kaiserreichs Österreich. Nachdem k.u.k. einen Weltkrieg verloren hatte, erkannte es im Staatsvertrag von Saint-Germain-en-Laye und im Friedensvertrag von Trianon seine Urheberschaft an diesem an und trat das Sudetenland an die Tschecho-Slowakei ab.

        Mit dem Deutschen Reich hatte das gar nichts zu tun, das hatte seinen eigenen Friedensvertrag von Versailles vom 28. Juni 1919.

        Staatsvertrag von Saint-Germain-en-Laye vom 10. September 1919.
        StF: StGBl. Nr. 303/1920 idF BGBl. III Nr. 179/2002 (DFB)

        Nachdem der am 10. September 1919 in Saint-Germain-en-Laye unterzeichnete Staatsvertrag zwischen der Republik Österreich und den alliierten und assoziierten Mächten sowie die dazugehörigen am gleichen Tage unterzeichneten Erklärungen und ein Protokoll, welche also lauten:

        Die Vereinigten Staaten von Amerika, das Britische Reich, Frankreich, Italien und Japan,
        die in dem gegenwärtigen Vertrage als die alliierten und assoziierten Hauptmächte bezeichnet sind;

        Belgien, China, Cuba, Griechenland, Nicaragua, Panama, Polen, Portugal, Rumänien, der serbisch-kroatisch-slowenische Staat, Siam und die Tschecho-Slowakei,

        die mit den oben bezeichneten Hauptmächten die alliierten und assoziierten Mächte bilden,
        einerseits

        und Österreich,
        andrerseits
        […]
        II. Teil.
        Österreichs Grenzen.
        Artikel 27.
        Die Grenzen Österreichs werden wie folgt festgesetzt (vergleiche die beigefügte Karte).
        […]
        6. Gegen den tschecho-slowakischen Staat:
        […]
        VIII. Teil.
        Wiedergutmachungen.
        Abschnitt I.
        Allgemeine Bestimmungen.
        Artikel 177.
        Die alliierten und assoziierten Regierungen erklären, und Österreich erkennt an, daß Österreich und seine Verbündeten als Urheber für die Verluste und Schäden verantwortlich sind, die die alliierten und assoziierten Regierungen und ihre Staatsangehörigen infolge des ihnen durch den Angriff Österreich-Ungarns und seiner Verbündeten aufgezwungenen Krieges erlitten haben.
        Artikel 178.
        Die alliierten und assoziierten Regierungen erkennen an, daß die Hilfsmittel Österreichs unter Berücksichtigung ihrer dauernden, sich aus den übrigen Bestimmungen des gegenwärtigen Vertrages ergebenden Verminderung nicht ausreichen, um die volle Wiedergutmachung dieser Verluste und Schäden sicherzustellen.
        […]
        https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10000044

  6. Ah ja, die Franzosen wieder…Warum konnte man 1942 nicht nach Frankreich telefonieren?

    Antwort: Es war besetzt.

    Könnte 2026 dann wieder so sein 😉 Die Zeiten wo Frankreich eine starke Armee hatte, sind mindestens 100 Jahre vorbei. Auf ihre 300 Atomwaffen sollten die Franzosen sich besser nicht verlassen.

    1. Die Russen werden keinen weiteren konventionellen Verschleißkrieg gegen die NATO-Willigen führen, sondern in einen Nuklearkrieg übergehen, um die NATO-Willigen zu stoppen. Die französischen Nuklearwaffen reichen aus, auch in Russland schweren Schaden zu bewirken. Darauf zu hoffen, dass der Hegemon bei einem angeschlagenen Russland nach nuklearen Schlagabtausch völlig neutral bleibt und der Vampir Trump Putin den Bruderkuss gibt, ist tötlich naiv.

    1. Das ist genau, was Micron, Starmer, von der Leyen und Merz damit erreichen wollen — wenn ein paar EU-Soldaten im Leichensack zurückkommen, können sie NAziTO-Artikel 5 ausrufen, und die Bevölkerung in den eigenen Ländern so weit aufwiegeln („die bösen russischen Untermenschen ermorden unsere friedlichen Friedenstruppen!“), dass es kaum noch Widerstand dagegen geben wird, auch Russland direkt anzugreifen.
      Micron würde gerne den roten Knopf drücken, um das französische Nukleararsenal Richtung Moskau zu schicken. Bis jetzt scheitert das daran, dass ihm wohl die Franzosen in den Rücken fallen würden.

    1. Leider ist der Wahrheitsgehalt wahrscheinlich auch nicht viel höher als der einer Netflix-Serie. Warum würden sie so viel Wert darauf legen, das zu vertuschen, wenn es stimmen würde?
      So, wie die Wähler heute gehirngewaschen sind, dürfte es Macron eher mehr Zustimmung bringen, wenn das sich als wahr herausstellen sollte – „der gute Macron ist überhaupt nicht transphob und geht dem Rest der Welt mit gutem Beispiel voran! Real straight men f*** transwomen! [Letzteres steht tatsächlich auf Aufklebern, die in Brüssel an fast jeder Ecke zu finden sind, vor allem im Bereich der ULB] So ein netter toleranter Mensch verdient mindestens den Friedensnobelpreis!“
      Und wer sich daran stört, würde sofort als transphober ewig gestriger Nazi abgestempelt.

      Kann sein, dass mit „Brigitte“ einiges nicht stimmt – aber nur darum, zu verbergen, dass sie(?) transgender ist, geht es nicht – daran hätte Micron gar kein Interesse.

  7. Rein juristisch gesehen hat Micron leider recht – die Ukraine ist ein unabhängiger Staat (und Russland stellt nach wie vor keine Besitzansprüche auf die Westukraine, also ist unumstritten, dass die genannten Gebiete zur Ukraine gehören, auch wenn Odessa sich wohl lieber Lugansk und Donetzk anschliessen würde), und ein Angriff auf EU-Truppen in der Ukraine wäre rechtlich gesehen tatsächlich problematisch.

    Wahrscheinlich ist genau das, was Micron, Starmer, von der Leyen und Merz erriechen wollen – dann können sie NAziTO-Artikel 5 ausrufen, und es würde für Trump deutlich schwieriger, sich weiter aus dem Konflikt zurückzuziehen.
    Diese verrückten Tyrannen, die den 3. Weltkrieg wollen, müssen weg!

    1. @Stop_Bush_and_Clinton

      > Wahrscheinlich ist genau das, was Micron, Starmer, von der Leyen und Merz erriechen wollen – dann können sie NAziTO-Artikel 5 ausrufen

      Interessanterweise ist der Art 5 kein verpflichtender Artikel. Die wichtige Passage lautet wörtlich: „… die Maßnahmen trifft, die sie für erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wieder herzustellen …“ Trump kann also im Sinne dieses „Beistands-Artikels“ durchaus seine Hilfe versagen. Tatsächlich haben er und sein Außenminister das sogar schon angekündigt, als sie wiederholt sagten, dass sie selbst Frieden, die EU jedoch offenbar Krieg wolle.

      Und dann stehen die Europäer noch nackter und noch dümmer da, als sowieso schon. Da zudem in zahlreichen wesentlichen US-Waffensystemen mehr oder weniger direkte „Kill-Switches“ stecken, die USA also zahlreiche ihrer Waffen aus der Ferne deaktivieren oder unbrauchbar machen können, … ach, siehe Nord Stream!

      > … und ein Angriff auf EU-Truppen in der Ukraine wäre rechtlich gesehen tatsächlich problematisch.

      Natürlich würde das eine Fortsetzung oder ggf. auch ein Wiederaufleben und eine massive Ausweitung des Krieges bedeuten. Und natürlich könnten dann Paris, Warschau und was-weiß-ich-welche-Städte-noch ziemlich unvermittelt Besuch von Oreschniks bekommen. (Die Flugzeit nach Berlin beträgt kaum 10 Minuten. Von Weißrussland aus gestartet, wird es nochmals deutlich weniger sein. Das dürfte nicht mal ausreichen, um – selbst bei direkter Vorwarnung beim Start der Rakete – vom Parlament aus rechtzeitig halbwegs sichere Bunker zu erreichen.) Aber der Krieg kennt nur das Recht des Stärkeren. Daran hat sich seit Jahrtausenden nichts geändert.

      Im Übrigen wäre schon die Anwesenheit von EU-Truppen in der Ukraine „rechtlich“ völkerrechtswidrig – somit auch jede(!) Handlung der EU-Truppen in der Ukraine -, denn dazu bedürfte es der Stimme des Sicherheitsrates. Und da sitzen auch Russland und China – beide mit Vetorecht; so dass wohl mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass es hier keine Zustimmung – und damit völkerrechtlich kein „Friedens-Mandat“ – geben dürfte.

      Ein Angriff auf völkerrechtswidrig anwesende Truppen ist also sogar ein „rechtliches Recht“; noch dazu, da angewandtes Recht ist, dass die Erhöhung der Sicherheit des Einen nicht auf Kosten der Sicherheit Dritter gehen darf. Und eines der zentralen Sicherheitsbedürfnisse Russlands ist wie folgt proklamiert: „Keine Ukraine in der NATO. Und keine NATO in der Ukraine.“ Die EU-Truppen würden das Recht also faktisch doppelt brechen. Noch dazu unter der Maßgabe, genau dieses Recht, namentlich das „Sicherheitsrecht“, selbst zu insistieren; also für jedermann sichtbar mit offener Doppelmoral agieren.

      > Diese verrückten Tyrannen, die den 3. Weltkrieg wollen, müssen weg!

      Bei den deutschen GRÜNEN bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher; für alle anderen gilt jedoch, dass sie ihn sicherlich genauso wenig wollen, wie du und ich. Allerdings haben sie mehr zu verlieren als du und ich; und daher werden sie bereit sein, auch dein Leben zu verkaufen. So funktionieren Imperien nun mal: Erst profitiert auch der Pöbel über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte. Dann bezahlt er dafür — oft genug mit seinem Leben.

      Interessant finde ich an dieser Stelle, dass gerade westliche Eltern offenbar einen Scheiß auf ihre Sprösslinge geben: Solange sie selbst einen Zweitwagen fahren und sich drei Handys leisten können, soll das Balg doch verrecken. Sicher, nicht sofort. Aber gern in 10, 20 oder 30 Jahren. Anders lässt sich nicht erklären, dass man gerade hierzulande und mit der hinlänglich bekannten Vergangenheit dieser Kriegsrhetorik, diesem Aufrüstungswahn keine Beachtung schenkt. Wie viele waren jüngst in der Millionenstadt Berlin zur Friedensdemo? 1.000? 2.000? Und im Rest des Landes sieht es noch trauriger aus…

      Es sind also weniger die Tyrannen, die problematisch sind. Es ist der Pöbel, der sehenden Auges zuschaut … und sogar jubelnd den Arm hochreißt.

  8. 1938 galt die Tschechoslowakei im Westen als die einzige Demokratie in Osteuropa, und da hatte ihr Bündnispartner Frankreich nicht die geringsten Skrupel die Tschechoslowakei an Hitler-Deutschland zu opfern.

    Heute ist Frankreich kein Bündnispartner der Ukraine und da tönt Macron, dass er Truppen bereitstellen würde sollte ihn die Ukraine darum ersuchen.

    Selbst wenn die Ukraine eine lupenreine Demokratie wäre, in der alle Menschenrechte streng geachtet würden und in der alle Ethnien gleich behandelt würden, würde Frankreich keinen Atomkrieg wegen der Ukraine riskieren, Macron ist nur ein unbedeutender Clown, der sich aufspielt um von seinen innerpolitischen problemen abzulenken.

  9. Es wird getrickst, belogen , betrogen und provuziert, was das Zeug haelt und das nicht erst seit gestern.
    M.Meinung nach, ist das eh alles laengst geplant, ein riesiges Affentheater und geht nur noch drum, die Voelker weiter gegeneinander aufzuhetzen.
    Wahre Friedensbemuehungen, sehe ich seit ueber 3 Jahren nicht!

  10. Was soll an der Aussage falsch sein? Können sie doch, so lange sie nicht am Konflikt teilnehmen, sich von der Frontlinie fernhalten, selbst keinen Schuß in Richtung Russland abgeben oder russischen Boden betreten.
    Was aber passiert wenn sich die Frontlinie verschiebt und sie plötzlich im Gebiet von Kämpfen angetroffen werden ist der nicht erklärte Angriff dann offiziell, ganz egal wo in der Ukraine sie gerade sich aufhalten.
    Damit ist deren Status automatisch festgelegt, und ihr Recht als „Spion, Terrorist, Freischärler usw.“ standrechtlich erschossen zu werden.
    Was soll das rumgeeier? Die Kriegsherren dieser Söldner werden alles aus sicherer Entfernung beobachten.
    angenehmen Aufenthalt in Absurdistan=BRD

    1. Die wollen schon in schicken Hotels wohnen, dort braucht es auch keinje Fronr um ein Exempel zu statuieren.
      Dann greift eben die Befreiungsarmee von Guayana, die nächste Ariane an.

  11. Wenn die Befreiungsarmee von Französisch-Guayana, Russland um Waffen bittet, geht das Frankreich auch nichts an? Sollen sie tun, sie werden zuerst sterben und das so Sinnlos, wie es nur geht. Außerdem wenn die Ukraine über Krieg und Frieden bestimmen kann, so wäre es für Russland dann doch am Besten, diesen Mafiastaat abzuschaffen. Eine direkte Grenze zur EU, hat den Vorteil, das sich viele EU Staaten auf dem Weg ins Elend, sich gegen die EU entscheiden könnten. Dies wäre dann ein echter Vorteil für Russland.
    http://freigeldpraktiker.de/weltenaufgang/blog/article/eine-billion-fuer-den-krieg-eine-luftnummer

  12. Herr Macron ist offenbar nicht besonders gut informiert. Nicht so gut wie Präsident Putin jedenfalls und seine Stimme in Kursk: die NATO-Soldaten sind schon lange in der Ukraine unterwegs und werden in Kürze ihre Begründung dafür der russischen Armee persönlich darlegen können: „Unter den ukrainischen Soldaten, die im russischen Grenzgebiet Kursk eingekesselt wurden, befinden sich etwa 30 Offiziere aus NATO-Mitgliedsstaaten. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Verweis auf prorussische Untergrundkämpfer in Nikolajew.“

  13. Wie ich schon vor Monaten schrieb, fahren anscheinend täglich relativ viele Pkw´s mit französischen und belgischen Kennzeichen auf deutschen Autobahnen Richtung Osten. Da es in dieser Richtung im Prinzip keine Kontrollen gibt, können Söldner/Fremdenlegionäre sogar Waffen mitnehmen. Da es außerhalb der Urlaubszeit ist und es sich nicht um Wochenendrückreisen von Gastarbeitern handeln kann, sehe ich das so. 1 und 1 ist nicht 3.

  14. ….WANN schicken Macron und Starmer, „Ihre Friedenssoldaten“ in die Ukraine ??.. …gehen sie selber mit, oder schicken nur ihre Söldner ??.. …schliesst sich das brd – Regime auch an ??.. …Käsewetter, Rüttken, Strackse – Zimmerfrau und der Märzen mit den Taurussen ??..
    …Fragen, über Fragen !!…
    ….in der brd – Kolonie, wurden 1 Billione Euro gefunden (böse Zungen behaupten, man hätte in Berlin des Föhrers Sparbuch gefunden..).. …ALSO, Kohle ist da !!..
    …Trompeter, blase er zum Sammeln !!..
    …(Dmitri Medwedew freut sich auch schon, hört man ??..)..🤣🤣🤣🙈

  15. ….die Franzosen waren 1812 schon in Moskau und 1918 in Odessa und Sewastopol !!..
    …es gab dann zwar zu einem Aufstand der französischen Schwarzmeerflotte und sie mussten abhauen…
    …Auf Macron, MUT… MUT … MUT .. …beim 3. Mal klappt es !!…🤣🙈

  16. Im Prinzip hat die Macrone ja Recht
    Jeder darf auf Ersuchen des Landes ganz Offiziell Truppen hinschicken.
    Nur das diese Truppen dann nicht Neutral sondern Kriegspartei sind und mit der Vernichtung rechnen müssen.
    Wenn sie Offiziell da sind fallen sie sogar unter das Kriegsrecht und gelten nicht als gewöhnliche Verbrecher.
    Das Dumme ist nur, das es dann kein Stellvertreterkrieg mehr ist und auch das Herkunftsland zum Ziel werden kann.
    Ziel eines Stellvertreterkrieg war es doch immer, ein Krieg anzuzetteln aber selber kein Schaden einstecken zu müssen.

  17. Der Kriegszustand kann nach dem 2020er All-In des Jahrhunderte alten Schwerstverbrecher-Syndikats ohnehin nur nach einer Art Entnazifizierung enden, und zwar nach der ersten echten, und nicht einer etwaigen Show a la Nürnberger Prozesse. Das bedeutet, ohne Unkraut jäten geht gar nichts, der DeepState, also der ganze teils „High Society“ verflochtene Drecksfilz gehört radikal ausgeMERZt. Ich sorg schon mal mit ein paar Flaschen besten Vodkas vor, und werde die Russen dann herzlichst begrüßen …

  18. Bla, bla der Verlierer. Ihre lächerlichen Parolen sollen bei ihren willigen Bürgern Stärke demonstrieren. Sie sind so Tot das und das wissen Sie. Sie pfeifen aus dem letzten Loch. Gibt es in Frankreich wenig Probleme? Es ist belustigent wie diese triftige Kinder reden.

  19. „Macron: Der Westen kann ohne russische Zustimmung Soldaten in die Ukraine schicken“

    Richtig! …

    Aber, hey Mini-Napoleon, gib deinen Fröschen gleich ihre persönlichen Leichensäcke mit!
    Kannste auch den Inselaffen(Briten) sagen!
    Lebend werden eure Leute dort niemals rauskommen!

  20. Muss mein post zu Bystron korrigieren, er ist nicht von der AfD, sondern der Fraktion ‚Europa der Souveränen Nationen‘ (ESN-Fraktion)
    Da bin ich etwas zu voreilig im Schreiben und Gedanken gewesen.

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