Was es mit den Angriffen auf die Krimbrücke auf sich hat
Heute wurden erneute Angriffe auf die Krimbrücke gemeldet. Der ukrainische Geheimdienst veröffentlichte Erfolgsmeldungen, die die westlichen Medien wie immer blind übernommen haben. Allerdings läuft der Verkehr auf der Brücke normal.
Die Meldung des Tages war der ukrainische Angriff auf die Krimbrücke. Während Russland und die Ukraine nach über drei Jahren totaler Funkstille endlich wieder direkt miteinander sprechen, eskaliert die Ukraine die Angriffe auf Russland auf ein nie gekanntes Niveau, um die russische Regierung zu Kurzschlusshandlungen zu provozieren, mit denen Selensky dann zu Trump laufen und sagen kann, Russland wolle ja gar nicht verhandeln. Es geht also offensichtlich nicht darum, militärisch etwas zu erreichen, sondern den Verhandlungsprozess zu torpedieren.
Da waren am Sonntag die Drohnenangriffe auf Flughäfen der strategischen russischen Bomberflotte und zwei Sprengungen von Brücken, bei denen gezielt Zivilisten getötet wurden, weil die Sprengungen exakt in dem Moment stattfanden, als Züge kurz bei den Brücken waren. Die Toten und Verletzten waren entsprechend alles Zivilisten.
Am heutigen Dienstag kam dann gegen Mittag die Meldung, die Ukraine habe die Krimbrücke angegriffen. Die Meldung kam vom ukrainischen Geheimdienst SBU und der hat sogar das Video einer Explosion veröffentlicht. Angeblich wurden die Brückenpfeiler mit Seedrohnen angegriffen.
Westliche Medien wie der Spiegel wiederholten wie üblich eins zu eins die Propaganda des ukrainischen Geheimdienstes. Der Spiegel titelte beispielsweise „Explosionen bei annektierter Halbinsel – Ukraine meldet Unterwasserangriff auf Krim-Brücke – Verkehr eingestellt“.
Offensichtlich waren die Angriffe allerdings nicht schlimm, denn tatsächlich wurde die Brücke im Laufe des Tages tatsächlich zwei Mal vorübergehend gesperrt, aber seit dem späten Nachmittag läuft der Verkehr über die Brücke normal, wie sowohl der Brückenbetreiber, russische Medien und Blogger berichten. Demnach gab es vor den Kontrollpunkten, die es wegen der ukrainischen Angriffe an beiden Seiten der Brücke gibt, nur kurzzeitig kleine Staus, am Abend war wieder alles normal.
Der ukrainischen Führung und den westlichen Medien, die sie nach Kräften unterstützen, scheint es sehr wichtig zu sein zu suggerieren, dass ihre Angriffe Russland schweren Schaden zufügen. Im Falle der Krimbrücke wird ein erfolgreicher Angriff suggeriert, während die Brücke nur kurz gesperrt war.
Das gleiche gilt übrigens für die Drohnenangriffe auf die Flughäfen der strategischen russischen Bomberflotte, denn die Ukraine meldet, dabei etwa 40 Prozent der russischen strategischen Bomber zerstört zu haben. Auch das plappern deutsche Medien wie der Spiegel brav nach, dabei zeigen inzwischen veröffentlichte Satellitenbilder, dass der Schaden weitaus geringer ist. Bisher bestätigen Satellitenbilder weniger als zehn beschädigte oder zerstörte Flugzeuge, während die der ukrainischen Propaganda treu ergebenen Westmedien von über 40 sprechen.
Die russischen Medien halten still
Wie schon bei den Angriffen auf die Flughäfen der strategischen russischen Bomberflotte haben die russischen Medien auch den Angriff auf die Krimbrücke nicht dramatisiert. Darüber wurde in Russland kaum berichtet. Dazu habe ich mich schon in dem Artikel über die Angriffe auf die Flughäfen geäußert, aber ich wiederhole, wie man so schön sagt, aus aktuellem Anlass hier noch einmal.
Wer glaubt, große Medien seien irgendwo auf der Welt wirklich frei und unabhängig von der Regierung, der ist naiv. In Deutschland gibt es immer wieder Meldungen darüber, dass die Chefredakteure der großen deutschen Medien ins Kanzleramt geladen werden. Dabei werden die mit dem Kanzler sicher nicht Fußball schauen, sondern dabei gibt der Kanzler ihnen zu bestimmten Themen die gewollte Richtung der Berichterstattung vor. Und das setzen sie auch um, wie wir täglich in den deutschen Medien sehen, die bei gewissen Themen alle die exakt gleiche Meinung verbreiten.
Aus den USA sind Fälle bekannt, in denen angeblich unabhängige Medien sich ganze Artikel von US-Ministerien haben diktieren lassen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Ein hervorragend belegtes und überprüfbares Beispiel dafür finden Sie hier.
Und natürlich gibt es sicher auch in Russland gewisse Mitteilungen des Kreml an die großen Medien, bei welchen Themen sie beispielsweise bitte „die Füße stillhalten“ sollten. Davon kann man ausgehen, alles andere wäre naiv.
Über die Angriffe auf die Flughäfen und die Krimbrücke haben russische Medien fast gar nicht berichtet, was zeigt, dass man in Russland kein Interesse daran hat, die Öffentlichkeit vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen unnötig aufzuhetzen.
Der Grund ist klar: In Russland mehren sich die Stimmen, die ein harte Reaktion gegen die Ukraine und vor allem auch ihre Unterstützer in Europa fordern, ohnehin schon. Würden die russischen Medien breit über diese Angriffe berichten, würde sich diese Stimmung in der russischen Öffentlichkeit verstärken, woran die russische Regierung, die den Konflikt deeskalieren will, kein Interesse hat.
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