Die EU-Staaten tun bekanntlich alles, um eine friedliche Einigung im Ukraine-Konflikt zu sabotieren. Nachdem die Präsidenten Trump und Putin sich offenbar auf einen Friedensplan geeinigt haben, denken die Europäer darüber nach, wie sie den im letzten Moment noch sabotieren können. Über eine der Ideen, die allerdings für die EU auch nach hinten losgehen kann, habe ich hier bereits berichtet.

Aber sie haben sich noch mehr ausgedacht, denn am Sonntag fand eine Videokonferenz der „Koalition der Willigen“ statt und danach wurde dazu eine Erklärung veröffentlicht, in der es heißt:

„Die Staats- und Regierungschefs würdigten zudem Präsident Trumps Engagement für Sicherheitsgarantien gegenüber der Ukraine, bei denen die Koalition der Willigen unter anderem durch die Multinationale Truppe Ukraine eine entscheidende Rolle spielen wird. Sie betonten erneut die Bereitschaft, nach Beendigung der Feindseligkeiten eine Rückversicherungstruppe zu entsenden und zur Sicherung des ukrainischen Luftraums und der ukrainischen Meere sowie zur Regeneration der ukrainischen Streitkräfte beizutragen.“

Im Klartext bedeutet das, dass die „Koalition der Willigen“ am Sonntag beschlossen hat, nach einem Waffenstillstand Truppen in die Ukraine zu schicken.

Da Russland immer erklärt hat, dass nicht nur ein NATO-Beitritt der Ukraine sondern auch die Stationierung von Soldaten aus NATO-Staaten in der Ukraine für Russland absolut inakzeptabel sind, würde dieser Schritt, wenn die Europäer Trump dazu überreden, bedeuten, dass Russland den Friedensplan ablehnt, was ja genau das ist, was die Europäer erreichen wollen. Sie hoffen darauf, dass Trump dann Russland die Schuld an dem Scheitern des Friedensplanes gibt und sich gegen Russland wendet.

Die Frage ist, ob Putin Trump bei deren Treffen diesen Punkt erklärt hat. Dann müsste Trump diese Initiative am Montag ablehnen.

Putin jedenfalls hat erwartet, dass die Europäer alles tun werden, um eine friedliche Einigung zu verhindern, denn auf der Pressekonferenz mit Trump sagte er in Alaska:

„Wir erwarten, dass Kiew und die europäischen Hauptstädte all dies konstruktiv aufnehmen und keine Hindernisse schaffen oder versuchen, den sich abzeichnenden Fortschritt durch Provokationen oder Hinterzimmer-Intrigen zu stören.“

Der Montagabend wird also in jedem Fall spannend, denn dann werden wir sehen, ob die europäischen Hinterzimmer-Intrigen erfolgreich sind, oder ob es eine Chance auf Frieden in der Ukraine gibt.