Die politische Woche in den USA
In den USA war die Angriff auf den Iran letzte Woche das beherrschende Thema und das russische Fernsehen hat gezeigt, wie die Vorgänge in den USA gezeigt und wie über sie gestritten wurde.
Der amerikanische Angriff auf den Iran beherrschte letzte Woche die US-Medien. Dort wird über den Angriff und die Frage, wie erfolgreich er war, heftig gestritten, wie der USA-Korrespondent des russischen Fernsehens in seinem Bericht über die politische Woche in den USA gezeigt hat, den ich übersetzt habe.
Beginn der Übersetzung:
Trump bezeichnete den Beruf des Präsidenten als gefährlicher als den von Rennfahrern und Rodeo-Reitern
Es gab eine unerwartete Äußerung von Donald Trump. In einem Gespräch mit Journalisten sagte er, er fürchte um sein Leben, da der Beruf des US-Präsidenten deutlich höhere Risiken berge als der von Rennfahrern und Rodeo-Reitern. Dabei verwies Trump auf Statistiken, denen zufolge in anderen Berufen nur Bruchteile eines Prozents an Todesfällen zu beklagen seien, während es bei US-Präsidenten etwa fünf Prozent seien.
Trump selbst entging im vergangenen Sommer nur knapp einer Kugel, die sein Ohr durchbohrte. Später drang ein Eindringling mit einem Gewehr auf sein Anwesen vor und war bereits bereit, zu zielen.
„Es ist ein gefährliches Geschäft. Was ich mache, ist ein gefährliches Geschäft, wissen Sie? Zum Beispiel Rennfahrer. Ein Zehntel von einem Prozent von ihnen stirbt. Rodeo-Reiter, ein Zehntel von einem Prozent. Als Präsident sind es etwa fünf Prozent. Hätte das jemand vorher gesagt, wäre ich vielleicht nicht kandidiert. Es ist ein sehr gefährlicher Beruf“, sagte Trump.
Die Kriminalität ist in der amerikanischen Politik allgegenwärtig. Wenn sie einen nicht töten, rauben sie etwas.
Donald Trump fühlte sich wie ein Opfer, als man versuchte, ihm den Sieg im Zwölf-Tage-Krieg zu stehlen. Die Wiederholungstäter aus dem Washingtoner Sumpf und ihre Komplizen aus den liberalen Medien verhielten sich wie bei der gestohlenen Präsidentschaftswahl. Dreist und am helllichten Tag.
Einer CNN-Journalistin erteilte Trump mit dieser Formulierung das Wort: „Oh, Fake News CNN? Na, da dann los!“
Kathleen Collins aus dem Pressepool des Weißen Hauses hatte Glück. Ihre Kollegin Natasha Bertrand, die für CNN auf der Website arbeitet, hat Trump genauso auseinander genommen, wie er das iranische Atomprogramm auseinander nehmen wollte, denn er schrieb über sie: „Natasha Bertrand sollte von CNN gefeuert werden! Sie sollte sofort gerügt und dann ‚wie ein Hund‘ rausgeworfen werden. Sie haben großartige Arbeit geleistet und eine ‚Goldmine‘ gefunden – totale Zerstörung! Sie sollte nicht mehr für ‚Fake News‘ CNN arbeiten dürfen. Feuert Natasha!“
Bertrand ist erst 33 Jahre alt, aber sie ist bereits eine erfahrene Expertin für Informations-Gaslighting, das ist eine Form der psychologischen Manipulation, bei der das Opfer, in diesem Fall der Zuschauer, an der Realität des Geschehens zweifeln soll. Sie sagte bei CNN: „Auf Grundlage der Bilder und der vorläufigen Schadensbewertung sind das US Central Command und der Geheimdienst zu dem Schluss gekommen, dass die Hauptkomponenten des iranischen Atomprogramms weitgehend intakt sind.“,
Doch der Tiefe Staat lässt seine eigenen Leute nicht hängen. Jake Tapper von CNN legte daher nach: „Die bezeichnen Journalisten als ‚Fake News‘, weil sie wahre Geschichten erzählen. Diese Informationen haben CNN sieben Personen gemeldet, die über die Bewertung der CIA informiert wurden. Unsere Berichterstattung betonte, dass sich die Ergebnisse und Bewertungen mit dem Vorliegen neuer Informationen ändern könnten.“
Das sind die neuesten Satellitenbilder der iranischen Anlage in Fordo, nachdem die USA sie mit dem „Midnight Hammer“ getroffen hatten. Baumaschinen wurden auf der Baustelle gesichtet. Arbeiter waren mit dem Wiederaufbau von Zufahrtsstraßen beschäftigt. Aushubarbeiten waren im Gange, was darauf hindeuten könnte, dass die Iraner die Tunnel im Voraus versiegelt hatten. Ähnliche Aktivitäten wurden vor den Angriffen rund um die Stadt Ghom beobachtet, was zu Spekulationen führte, Teheran habe das radioaktive Material im Voraus an einen sicheren Ort evakuiert.
„Glauben Sie, dass das iranische Regime vor den Angriffen einen Teil seines angereicherten Urans versteckt hat?“, wurde Trump gefragt.
„Ich glaube nicht. Nein. Ich denke, erstens ist es sehr schwierig. Und sehr gefährlich. Und wir haben sie nicht gewarnt, sodass sie erst nach dem Angriff von unserem Kommen wussten“, war Trumps Antwort.
Witzigerweise wurden Satellitenaufnahmen von Lastwagen, die Fordo verließen, auf Trumps Lieblingssender gezeigt, dessen Pentagon-Journalist jetzt vom Chef des US-Verteidigungsministeriums Pete Hegseth gerügt wird. Hegseth war früher selbst Fox-News-Journalist.
„Sind Sie sicher, dass kein hochangereichertes Uran abtransportiert wurde?“, wurde Hegseth gefragt.
„Natürlich überwachen wir jedes Detail, aber Jennifer, Sie waren schon immer die Schlimmste von allen. Sie verdrehen ständig Informationen. Wenn Sie wissen wollen, was in Fordo vor sich geht, sollten Sie lieber mit einer großen Schaufel dorthin gehen“, antwortete Hegseth.
Der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs zeigte beeindruckende Aufnahmen vom Einsatz von GBU-57-Bunkerbrecherbomben. Allerdings nicht im Iran, sondern auf einem amerikanischen Testgelände. Und er sagte, der Angriff sei das Ergebnis von 15 Jahren Vorbereitung gewesen. Alle Einrichtungen, so behauptet der 4-Sterne-General, wurden dem Erdboden gleichgemacht.
„Alle sechs auf jeden Abzug in Fordo abgefeuerten Geschosse trafen genau dort, wo sie einschlagen sollten“, sagte er.
Doch die Pressekonferenz hat die Verwirrung nur verstärkt. Der pensionierte US-Brigadegeneral Stephen Anderson kommentierte die dort gezeigten Bilder so: „Hier sieht man, wie der Penetrator in den Boden eindringt und dann in diesem Bereich darunter einschlägt. Das sieht hübsch aus, eine gewaltige Explosion und so. Was sie uns aber nicht zeigen, ist, dass die Entfernung von der Oberfläche zum Abzug hier nur 3 bis 4,5 Meter beträgt. Aber uns wird gesagt, dass sich das Ziel in 90 Metern Tiefe befindet.“
Darauf antwortete Tapper von CNN: „Sehen wir uns eine weitere Grafik an, die sie uns auf der Pressekonferenz zu den Abzugsöffnungen in Fordo gezeigt haben.“
Anderson erklärte dazu: „Das ist eine sehr vereinfachte Darstellung. Sie zeigt die Lüftungsschächte sehr gerade. Meiner Erfahrung nach sind sie meist gekrümmt, drehen sich in verschiedene Richtungen und so weiter. Und die Annahme, wir könnten etwas direkt durch den Lüftungsschacht bis ganz nach unten fallen lassen, ist meiner Meinung nach einfach lächerlich.“
US-Senator Chris Van Hollen fügte hinzu: „Erst vor drei Monaten erklärte der US-Geheimdienst: ‚Wir glauben weiterhin, dass der Iran keine Atomwaffen baut. Und der Oberste Führer Khamenei hat das von ihm 2003 ausgesetzte Atomwaffenprogramm nicht genehmigt.‘“
Diese Worte sprach Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard im März bei einer Anhörung, für die sie noch immer bezahlt. Laut der Washington Post wurde Gabbard von der Iran-Frage abgezogen. Auch die Republikaner betrachten sie als Fremde. Senator Cotton schlug vor, mit Dollar zu bestrafen, ihr sollten Personal und Budget gekürzt werden.
Cotton ist ebenso kriegstreiberisch wie Lindsey Graham. Die 1980 geschriebene Musikparodie von Vince Vance & the Valiants „Bomb Iran“, die im Internet viral ging, ist zu ihrer neuen Hymne geworden. Bezeichnenderweise war das Lied zuletzt während John McCains Wahlkampf populär. Von der Bühne in South Carolina aus drohte der über Vietnam abgeschossene Pilot mit der Bombardierung Teherans.
McCain gibt es nicht mehr, aber Graham und Cotton schon. Ebenso wie die vereinte Kriegspartei.
Taylor Greene sagte dazu: „Wissen Sie, was passiert ist? Das Establishment und die Neokonservativen. Letzte Woche, als wir den Iran bombardierten, haben wir das gesamte Establishment von seiner hässlichen Seite gesehen, und es stellte sich als größer heraus, als wir es uns je hätten vorstellen können. Für sie ist Trump ein Bremsklotz. Sie müssen ihn überwinden, dann werden sie ihr Ziel erreichen.“
Paradoxerweise wollen die Republikaner Trump für genau das, wofür die Demokraten Trump zum dritten Mal ein Amtsenthebungsverfahren bescheren wollen, eine Auszeichnung geben. Der Kongressabgeordnete Carter hat sich offiziell an das Nobelkomitee gewandt und gefordert, dem amerikanischen Präsidenten den Friedensnobelpreis für die Beendigung des Konflikts zwischen dem Iran und Israel zu verleihen. Trump selbst ist sich jedoch sicher, dass er keinen einzigen Nobelpreis erhalten wird.
Der wurde Obama für Guantánamo verliehen, das er nie geschlossen hat. Und zwar im Voraus. Und dann organisierte er den Arabischen Frühling und sprengte Libyen in die Luft. Auch Trump drohte dem Iran zunächst mit etwas Ähnlichem, änderte aber schließlich seine Meinung.
„Wollen Sie einen Regimewechsel im Iran?“, wurde der US-Präsident gefragt.
„Wenn es sich ändert, dann soll es sich ändern, aber nein, ich will nicht, dass dort alles zusammenbricht. Ein Regimewechsel führt zu Chaos, und wir wollen kein Chaos“, antwortete Trump.
Aber auch der US-Präsident ist nicht bereit, dem Iran ewigen Frieden zu garantieren.
„Wenn sich laut Geheimdienstinformationen herausstellt, dass der Iran in der Lage ist, Uran auf ein Niveau anzureichern, das Sie beunruhigt, werden Sie ihn dann erneut bombardieren?“, wurde Trump auch gefragt.
„Natürlich. Keine Frage“, war seine Antwort.
Und damit kommen wir zum Üblichen: Der Sumpf in Washington wird sich nicht von selbst trockenlegen.
„So viele Fragen, sollen wir weitermachen?“, fragte Trump danach auf der Pressekonferenz.
Die Reporter brüllten „Ja“.
Darauf sagte Trump lächelnd: „Das ist das genaue Gegenteil von Biden, dem die Hälfte der Fragen gestellt wurde, und der dann ohne Antwort abgetreten ist.“
Vorgeladen wurde nun auch Bidens Pressesprecherin, über deren Pressekonferenzen Trump sich heute lustig macht. Dabei wird sie allerdings antworten müssen, denn sie wird unter Eid stehen. Sie wird für sich und für Biden antworten müssen.
Ende der Übersetzung
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