Russisches Außenministerium: „Wessen Wirtschaft wird zerrissen?“
Nachdem die letzten elf Sanktionspakete der EU vor allem der EU selbst geschadet haben, hat die EU nun das 12. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Die offizielle russische Reaktion drückt angesichts des wirtschaftlichen Selbstmordes der EU vor allem Unglauben aus.
Die EU hat das 12. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen, dessen Inhalt vor allem eines zeigte, nämlich, dass die EU gar nicht mehr weiß, was sie noch sanktionieren kann. Nachdem die ersten elf Sanktionspakete gezeigt haben, dass sie vor allem der EU schaden, und nicht Russland, kann man die Reaktionen in Russland am ehesten als ungläubiges Kopfschütteln bezeichnen. Das zeigte auch die Reaktion von Maria Sacharowa, der Sprecherin des russischen Außenministeriums, deren offizielle Erklärung, die sie dazu bei ihrer wöchentlichen Pressekonferenz abgegeben hat, ich übersetzt habe.
Beginn der Übersetzung:
Am 19. Dezember dieses Jahres wurde auf unserer Website eine Erklärung des russischen Außenministeriums als Reaktion auf das zwölfte „Paket“ von EU-Sanktionen gegen Russland veröffentlicht. Es gehen weiterhin Fragen ein. Ich möchte auf dieses Thema etwas näher eingehen.
Am 18. Dezember dieses Jahres hat die EU unter Missachtung der klaren und eindeutigen Position der Weltmehrheit, die einseitige Zwangsmaßnahmen ablehnt, ein weiteres „Paket“ unrechtmäßiger anti-russischer Sanktionen verabschiedet. Das Paket, über das sie schon so lange diskutieren, wurde nun endlich verabschiedet. Wahrscheinlich geben sie sich der Illusion hin, dass Brüssel aus der uns auferlegten Sanktionskonfrontation als Sieger hervorgehen kann.
Inzwischen wird immer deutlicher, dass alle Versuche der EU, der russischen Wirtschaft mit ihren Restriktionen irreparablen Schaden zuzufügen, absolut sinnlos und für die EU ruinös sind.
Unser Land hat nicht nur dem beispiellosen finanziellen und wirtschaftlichen Ansturm des Westens standgehalten. Das sind keine Sanktionen oder Beschränkungen, sondern das ist ein Handelskrieg, den Washington und London vor zehn Jahren durch die Hände der EU gegen unser Land entfesselt haben. Die russische Wirtschaft hat, unabhängig davon, was geplant war und wie sie es sich vorgestellt haben, im Gegenteil eine starke „Sanktionsimmunität“ entwickelt, ist stabiler geworden und entwickelt sich erfolgreich. In diesem Jahr wird die russische Wirtschaft um 3,5 Prozent wachsen. Der reale Sektor unserer Wirtschaft wächst noch schneller.
Die EU hingegen verkraftet die Folgen der anti-russischen Sanktionen, die sie selbst verhängt, nicht. Das ist nicht unsere Entscheidung. Wir waren nicht nur dagegen, sondern wir haben die EU und die einzelnen Mitgliedstaaten davon überredet, den Weg der gegenseitigen Zusammenarbeit, des respektvollen Dialogs und der für beide Seiten vorteilhaften Kooperation zu gehen. Wir haben allen seit langem in der Praxis bewiesen, dass wir ein zuverlässiger Lieferant von Rohstoffe und ein Partner in vielen gemeinsamen Projekten sind. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone wird am Ende des Jahres 0,6 Prozent betragen. Die EU gerät in eine Rezession. Gerade erst hat das EU-Statistikamt Eurostat die neuesten Daten zur Industrieproduktion in der EU veröffentlicht: In den letzten 12 Monaten ist sie um 5,5 Prozent zurückgegangen, in der Eurozone um 6,6 Prozent.
Sagen Sie mir, wessen Wirtschaft pfeift aus dem letzten Loch? Wessen Wirtschaft wird „zerrissen“? Hier haben Sie die echten Daten und Fakten.
Früher oder später werden all diese Brüsseler Beamten ihren Bürgern erklären müssen, warum das alles begonnen wurde, um Russland eine „strategische Niederlage“ zuzufügen, und wozu das alles geführt hat, warum alles umsonst war und wohin Milliarden von Euro, Dollar usw. geflossen sind. Das Hauptopfer des Sanktionskrieges gegen unser Land, den der Westen auf Geheiß der USA entfesselt hat, ist die EU selbst. So behandelt Washington seine europäischen Konkurrenten, indem es sie an den Kauf amerikanischer Energieträgern und Waffen zu sagenhaften Preisen bindet und sie konsequent ihrer industriellen und technologischen Basis beraubt. Was mit der EU geschieht, ist eine direkte Folge des politischen Unwillens und des marionettenhaften Verhaltens der Mehrheit der EU-Eliten. Aber das ist deren Entscheidung. Etwas anderes ist es, dass ihnen niemand dazu den Auftrag gegeben hat. Ich spreche von ihren Ländern und Bürgern.
Wie die jüngste Runde anti-russischer Restriktionen auf der letzten Tagung des Europäischen Rates beschlossen wurde, zeigt, dass die einst souveränen europäischen Staaten – also ein Teil ihrer Eliten – im Grunde kein Recht zu eigenen Entscheidungen mehr haben. Damit die Mehrheit der EU den – vor allem von Washington geforderten – Sanktionsbeschluss „absegnen“ kann, werden Andersdenkende und Zweifler heute einfach vor die Tür gesetzt.
Offensichtlich hat die Umstrukturierung in der EU, die für die nächste Welle neuer Mitglieder unter Führung der Ukraine erforderlich ist, bereits begonnen. Ebenso wie der zwangsweise Prozess der wirtschaftlichen Konvergenz zwischen der EU und den Kandidatenländern. Nur holen sie jetzt nicht wie früher den Rückstand gegenüber Brüssel auf, sondern die EU sinkt auf deren wirtschaftliches Niveau. Und die anti-russischen Restriktionen, die die EU-Wirtschaft treffen, fördern das nur.
Keine neuen Sanktions-„Pakete“ der EU, ganz gleich, wie viele sie noch schnürt, annimmt und entwickelt, werden die offensichtliche Tatsache ändern, dass unser Land sich selbstbewusst auf die Erreichung der Ziele der Militäroperation zubewegt. Und je eher die EU das als gegeben akzeptiert, desto besser für sie.
Ende der Übersetzung
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