Atlas-V auf russisches Triebwerk angewiesen – Warum reagiert Russland nicht auf US-Sanktionen?
Man wundert sich immer wieder, was Russland sich von den USA alles gefallen lassen. Russland hätte Möglichkeiten, auf US-Sanktionen zu reagieren, die den USA tatsächlich weh tun würden. Russland ist bei seinen Reaktionen auf westliche Sanktionen sehr zurückhaltend. Man wundert sich darüber immer wieder, wie wenig Russland reagiert, selbst wenn die USA Sanktionen verhängen, die […]
Man wundert sich immer wieder, was Russland sich von den USA alles gefallen lassen. Russland hätte Möglichkeiten, auf US-Sanktionen zu reagieren, die den USA tatsächlich weh tun würden.
Russland ist bei seinen Reaktionen auf westliche Sanktionen sehr zurückhaltend. Man wundert sich darüber immer wieder, wie wenig Russland reagiert, selbst wenn die USA Sanktionen verhängen, die Russland Milliarden kosten. Die Sanktionen, die den Bau von Nord Stream 2 zumindest verzögert haben, kosten Russland Milliarden an Einnahmen aus dem Verkauf von Erdgas, weil die Fertigstellung der Pipeline sich wohl um ein Jahr verzögert.
Russland hätte durchaus Möglichkeiten, darauf in einer Weise zu reagieren, die den USA weh tun, Russland aber kaum etwas kosten würden.
Die US-Trägerraketen vom Typ Atlas V, die hauptsächlich eingesetzt werden, um militärische Satelliten ins All zu bringen, könnten nicht mehr starten, wenn Russland es wollte. Die erste Stufe der Rakete wird nämlich vom russischen Raketentriebwerk RD-180 angetrieben. Die USA versuchen seit Jahren, dafür ein geeignetes Ersatztriebwerk zu entwickeln, sind daran aber bisher gescheitert.
Analysten glauben, dass das noch bis 2030 so bleiben wird. Selbst Optimisten sind der Meinung, dass die USA nicht vor 2024 ein eigenes Triebwerk für die Raketen haben werden.
Man fragt sich also, warum Russland zum Beispiel auf die neuen US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 nicht mit einem Exportstop der RD-180 reagiert haben. Die USA würde das empfindlich treffen, die finanziellen Verluste Russlands würden sich hingegen in Grenzen halten.
Warum die Russen nicht mit einem solchen Exportstop reagieren, weiß ich beim besten Willen nicht.
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