„Russland, die Mongolei und China sind Vorreiter, die Europäer sind Idioten“
Die EU will das billige russische Öl und Gas langfristig und auch nach einem Ende des Ukraine-Konfliktes ablehnen. China und die Mongolei freut es, denn es werden neue Pipelines geplant, um sie künftig damit zu beliefern, während Europa wirtschaftlich und politisch in die Bedeutungslosigkeit abgleitet.
Im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens wurde am Sonntag ein Kommentar über die Ergebnisse des SOZ-Gipfels in China und seine Folgen ausgestrahlt, den ich übersetzt habe, denn auf dem Gipfel wurde auch der Bau einer neuen Pipeline beschlossen, die das russische Gas, das eigentlich nach Europa gehen sollte, nach China pumpen wird.
Beginn der Übersetzung:
Die Ereignisse dieser Woche in China haben bei Beobachtern weltweit einen wahren innerlichen Schock ausgelöst. Genauer gesagt gibt es in der Psychologie sogar einen Begriff dafür: „Insight“, was auf Russisch „Erleuchtung“ bedeutet. Kurz gesagt: Es ist eine Offenbarung.
Die Offenbarung besteht darin, dass Russland, China und Indien einfach fest zusammenstehen. Russland als mächtigste Militärmacht, die in letzter Zeit noch viel stärker geworden ist, China als das Land mit dem schnellsten wirtschaftlichen Aufschwung der Menschheitsgeschichte und Indien als das bevölkerungsreichste Land der Welt und mit den derzeit höchsten Wirtschaftswachstumsraten. Zusammen stehen wir auf einer gesunden Basis, ohne auf westliche Widersacher zu schauen. Und all das zeigt sich in eindrücklichen Bildern.
Das heißt, allen ist die neue Offensichtlichkeit klar, allen sind die neuen Proportionen und die neuen Zusammenhänge darüber, was groß und was klein ist, was entsteht und was bereits entstanden ist, und was abtritt, bewusst geworden.
Und eine weitere Klarheit: Putin, Xi und Kim. Russland, China und Nordkorea. Im Westen herrscht ein regelrechtes Aufruhr vor ohnmächtiger Wut. Mächtige Armeen und entschlossene Staatschefs.
Mit den Chinesen haben wir bei regelmäßigen Übungen und militärpolitischer Koordination Erfahrung in der militärischen Zusammenarbeit. Mit den Koreanern haben wir die Kampferfahrung bei der bewaffneten Abwehr der Banderisten-Aggression in der Region Kursk. Das gemeinsame militärische Potenzial ist enorm.
Gleichzeitig gilt es, den Frieden als gemeinsame Idee zu schützen. Die deutsch-japanische Achse – der Sieg über sie im Zweiten Weltkrieg ist unser Volk so teuer zu stehen gekommen wie kein anderes Volk. Unsere derzeitige militärische Macht ist die Garantie dafür, dass sich eine Tragödie solchen Ausmaßes nie wiederholen wird. Und auf der anderen Seite die wahrhaft grenzenlose Wolke von Friedenstauben, die von chinesischem Boden in den Himmel aufgestiegen ist. Ein durchdringendes Symbol.
Putin sprach in China wiederholt und sogar vorsichtig über Trump, über dessen aufrichtigen Bemühungen um Frieden in der Ukraine. Und darüber, dass es Licht am Ende des Tunnels gibt: „Wenn der gesunde Menschenverstand siegt, ist es möglich, sich auf eine akzeptable Option zur Beendigung dieses Konflikts zu einigen. Davon gehe ich aus. Insbesondere angesichts der Stimmung in der aktuellen US-Regierung unter Präsident Trump erkennen wir nicht nur Aufrufe, sondern den aufrichtigen Wunsch, eine Lösung zu finden. Mir scheint, es gibt ein gewisses Licht am Ende des Tunnels.“
Dabei kam bereits ein wichtiges Signal aus Wladiwostok. England und Frankreich fabulieren weiterhin über die Entsendung von Truppen in die Ukraine. Putin hatte für sie eine Warnung, die so klar verständlich wie das Schild mit einem Totenkopf an einer Hochspannungsleitung war: Mischt euch nicht ein, ihr werdet getötet!
Wörtlich sagte Putin in Wladiwostok über die Gründe für den Krieg und die Pläne, europäische Truppen in die Ukraine zu schicken: „Einer der Hauptgründe war die Aufnahme der Ukraine in die NATO. Sollten daher Truppen dort auftauchen, insbesondere jetzt während der Kampfhandlungen, gehen wir davon aus, dass sie legitime Ziele zur Vernichtung sind.“
Überhaupt können die Widersacher einiges von der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit lernen, deren Gipfel in Peking stattfand. Noch eine Erleuchtung gefällig?
Putin sagte auch: „Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit hat nicht dazu aufgerufen, gegen irgendjemandem zu stehen. Diese Aufgabe stellen wir uns nicht. Wir denken nicht darüber nach, wie wir jemanden ausmanövrieren oder in der Konkurrenz bessere Ergebnisse erzielen können. Nein. Wir denken einfach darüber nach, wie wir unsere eigene Arbeit am besten organisieren und durch gemeinsame Anstrengungen positive Ergebnisse erzielen können. Darauf konzentriert sich die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit.“
Ein Beispiel für ein positives Ergebnis ist das größte Energieprojekt der Welt, die Gaspipeline „Power of Siberia-2“ von Russland in die Mongolei und nach China mit einer Kapazität von 50 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr. Im Prinzip gibt es eine Einigung. Wir werden das tun und diese Pipeline wird niemand sprengen. Russland, die Mongolei und China sind Vorreiter, die Europäer sind Idioten.
Aus China gab es also viele Gründe für eine Erleuchtung.
Ende der Übersetzung
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