Großbritannien und die USA haben eine Luftoperation nahe der russischen Grenze durchgeführt
Die Operation fand am 9. Oktober statt.
LONDON, 11. Oktober. /TASS/. Großbritannien hat zusammen mit den USA und anderen NATO-Mitgliedsstaaten nach Drohnenvorfällen in Polen und anderen Ländern mit Kampfflugzeugen eine zwölfstündige NATO-Luftüberwachungsmission nahe der russischen Grenze durchgeführt, erklärte der britische Verteidigungsminister John Healey.
„Dies war eine bedeutsame gemeinsame Mission mit unseren amerikanischen und NATO-Verbündeten“, sagte der Minister laut Reuters. An der Operation am 9. Oktober waren zwei Flugzeuge der Royal Air Force beteiligt: ein Aufklärungsflugzeug vom Typ RC-135 Rivet Joint und ein U-Boot-Abwehrflugzeug vom Typ P-8A Poseidon, die „aus der Arktis an Weißrussland und der Ukraine vorbeiflogen“, unterstützt von einem KC-135-Tankflugzeug der US Air Force.
„Dies liefert uns nicht nur wertvolle Informationen, um das operative Bewusstsein unserer Streitkräfte zu stärken, sondern sendet auch ein starkes Signal der Einheit der NATO an unsere Gegner“, insbesondere an Russland, sagte Healey.
Das britische Verteidigungsministerium erklärte, die Operation sei als Reaktion auf mutmaßliches Eindringen russischer Drohnen und Militärflugzeuge in den Luftraum Polens, Rumäniens und Estlands in den letzten Wochen durchgeführt worden.
Drohnenvorfälle
Am Morgen des 10. September gab das polnische Armeekommando die Zerstörung mehrerer Objekte bekannt, die in den Luftraum des Landes eingedrungen waren. Es handelte sich um unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs). Nach dem Vorfall berief sich die NATO auf Ersuchen Polens auf Artikel 4 des Nordatlantikvertrags, um Konsultationen zwischen den Bündnismitgliedern einzuleiten.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums haben die russischen Streitkräfte in der Nacht vom 9. auf den 10. September ukrainische Rüstungsanlagen in den Regionen Iwano-Frankiwsk, Chmelnyzkyj und Schytomyr sowie in Winnyzja und Lwow angegriffen. Ziele in Polen waren nicht geplant. Die Reichweite der Drohnen, die angeblich die polnische Grenze überquert haben, beträgt höchstens 700 Kilometer. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es sei bereit, sich in dieser Angelegenheit mit der polnischen Seite zu beraten. Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, erklärte, die polnische Regierung sei nicht bestrebt, die Situation zu klären oder der Wahrheit über den Drohnenvorfall auf den Grund zu gehen.
Im September behauptete das rumänische Verteidigungsministerium, eine russische Drohne sei angeblich 50 Minuten lang im rumänischen Luftraum geflogen und dann in Richtung Ukraine abgeflogen. Der russische Botschafter in Bukarest Wladimir Lipajew bezeichnete den Vorfall als „eine weitere Provokation des Kiewer Regimes“.
Darüber hinaus behauptete die estnischen Regierung, drei russische MiG-31-Kampfflugzeuge hätten am Morgen des 19. September den estnischen Luftraum verletzt. Zwei italienische F-35-Kampfflugzeuge, Teil einer NATO-Patrouillentruppe, sind wegen dem Vorfall über Estland gestartet. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die russischen Kampfflugzeuge hätten den estnischen Luftraum nicht verletzt. Der geplante Flug der drei russischen MiG-31 sei unter strikter Einhaltung der internationalen Luftraumbestimmungen durchgeführt worden und habe die Grenzen anderer Staaten nicht verletzt, wie eine objektive Überwachung bestätige, betonte das Ministerium.
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