Was über die Luftangriffe auf die Ukraine bekannt ist
Seit einigen Tagen finden die wohl schwersten Luftangriffe auf die Ukraine seit Beginn der Eskalation statt. Vor allem die Energieversorgung und der militärische Nachschub werden bombardiert.
Seit einigen Tagen fliegt Russland die wohl schwersten Luftangriffe seit Beginn der Eskalation. Auf russischer Seite wurden die Angriffe als Vergeltung für die kürzlichen ukrainischen Terrorangriffe gegen die russischen Regionen Belgorod und Kursk bezeichnet. Der Terroranschlag bei Moskau dürfte kaum dazu beitragen, dass Russland seine Vergeltungsschläge abschwächt. Auch am Sonntag gingen die Angriffe weiter.
Die russische Nachrichtenagentur TASS hat in einem Artikel, den ich übersetzt habe, zusammengefasst, was über die aktuellen Angriffe und ihre Folgen bekannt ist. In der Ukraine wurde aktuell in mehreren Regionen Luftalarm ausgelöst, was bedeutet, dass die Angriffe immer noch andauern.
Beginn der Übersetzung:
Schäden in der Nähe von Lwow und Angriffe auf das Zentrum von Kiew: Was über die Explosionsserie in der Ukraine bekannt ist
In der Nacht und am Morgen kam es in mehreren ukrainischen Regionen zu einer Reihe von Explosionen, die meisten davon im Westen des Landes. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte hätten in der Nacht einen Gruppenangriff auf ukrainische Einrichtungen des Energie- und Militärkomplexes durchgeführt.
In der Ukraine wurde mehrmals der Luftalarm ausgerufen. Vor allem lokale Verwaltungen meldeten Schäden an Infrastruktureinrichtungen.
Die TASS hat die wichtigsten Informationen über die Serie von Explosionen in der Ukraine zusammengefasst.
Die russische Luftwaffe schlägt zu
- Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hat die russische Luftwaffe einen Gruppenangriff mit weitreichenden luftgestützten Präzisionswaffen und unbemannten Flugkörpern gegen Energieerzeugungsanlagen, Gasproduktionsanlagen und Montage- und Testgelände für unbemannte Boote durchgeführt.
- Die Arbeit von Unternehmen zur Herstellung und Reparatur von Waffen, militärischer Ausrüstung und Munition wurde gestört und militärische Ausrüstung und Kampfmittel, die von NATO-Ländern an die Ukraine geliefert wurden, wurden zerstört.
Die Geografie der Explosionen
- Gegen Mitternacht wurden Explosionen in Vororten von Charkow und in der Region Nikolaev gemeldet.
- Eine Stunde später gab es Informationen über Explosionen in Krivoy Rog, der Region Dnjepropetrovsk, die eine Stunde später und dann am Morgen wiederholt wurden.
- Gegen Morgen gab es Berichte über eine Reihe von Explosionen in der Westukraine – in den Regionen Chmelnitski (zweimal) und Lwow (fünfmal) sowie in Kiew, wo es im Stadtzentrum drei Explosionen gab.
- Um 04:41 Uhr Moskauer Zeit (2:41 deutscher Zeit) wurde in fast allen Regionen der Ukraine Luftalarm ausgerufen, mit Ausnahme der Regionen Volyn, Sakarpatje und Rivne, und um 05:13 Uhr wurde die Warnung auch auf diese Regionen ausgedehnt.
- Explosionen wurden auch in der Region Odessa gemeldet.
Die Folgen der Explosionen
- Nach Angaben des ukrainischen Portals „Strana“ wurde eine Reihe von Angriffen auf eine Anlage im Bezirk Stryi in der Region Lwow verübt. Dort befindet sich der Militärflugplatz Lwow-2
- Der Leiter der Militärverwaltung der Region Lwow, Maxim Kositsky, berichtete von zwei Angriffsserien auf ein „Objekt der kritischen Infrastruktur“, wo es zu einem Brand kam.
- Der Pressedienst der Verteidigungskräfte der Südukraine wiederum meldete, dass Explosionen die Infrastruktur des Donauhafens in der Region Odessa beschädigt haben
- In Krivoy Rog und der Region Dnjepropetrovsk, meldeten die lokalen Verwaltungen Schäden am Heizungsnetz und an Stromleitungen; mehrere Kesselhäuser wurden wegen eines Spannungsabfalls in der Stadt abgeschaltet. Es wurde auch über Schäden an einer Energieanlage im Bezirk Nikopol im Gebiet Dnjepropetrowsk berichtet.
- In dem Teil der Region Saporoschje, der vorübergehend von Kiew kontrolliert wird, wurde über die Zerstörung von Infrastruktureinrichtungen berichtet. Ihre Zahl und andere Einzelheiten werden nicht genannt.
- In Charkow gibt es Netzeinschränkungen für 200.000 Abonnenten.
- „Ukrenergo“ warnte, dass aufgrund der Schäden an der Ausrüstung in den Regionen Odessa und Chmelnitskij Stromabschaltungen möglich sind.
Schäden im Energiesektor
- „Ukrenergo“ warnte, dass aufgrund der Schäden an der Ausrüstung in den Regionen Odessa und Chmelnitskij Stromabschaltungen möglich sind.
- In Charkow gibt es Netzeinschränkungen für 200.000 Abonnenten.
- Nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums wird Kiew die Stromimporte am Sonntag auf fast 15.000 MWh erhöhen, während die prognostizierten Importe in den vorangegangenen Tagen 6.000 MW nicht überschritten haben.
- Einige Unterstationen, die Industrieunternehmen und Energieanlagen versorgen, sind in der Region Dnjepropetrowsk ohne Strom, teilte das Energieministerium weiter mit.
- „Naftogaz Ukrainy“ teilte mit, dass seine Anlagen im Westen des Landes beschädigt wurden und die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen fortgesetzt werden.
Die Reaktionen der Nachbarländer
- Die polnischen Streitkräfte meldeten in den frühen Morgenstunden des 24. März eine Verletzung des polnischen Luftraums an der Grenze zur Ukraine, wobei es sich nach ihren Angaben um einen russischen Marschflugkörper handelte.
- Nach Angaben des Kommandos drang das Objekt in der Nähe des Dorfes Ozerdów in der Provinz Lublin an der Grenze zur Ukraine in den polnischen Luftraum ein und verließ ihn nach 39 Sekunden.
- Das polnische Außenministerium erklärte, es erwarte von der russischen Regierung eine Erklärung für den Vorfall.
Frühere Angriffe
- Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht zum 22. März mit einer Reihe von Vergeltungsschlägen für den Beschuss russischen Territoriums auf Ziele in der Ukraine reagiert. Dabei wurden insbesondere Einrichtungen des energie- und militärisch-industriellen Komplexes, Eisenbahnknotenpunkte und Waffenlager angegriffen.
- Es gab Berichte über Explosionen in Dnjepr (ehemals Dnjepropetrowsk), Iwano-Frankowsk, Kiew, Krivoy Rog, Kropyvnytsky (ehemals Kirowograd), Sumy, Charkow, Chmelnytsky sowie im vorübergehend ukrainisch kontrollierten Saporoschje.
- In der Ukraine kam es zu Internet- und Stromausfällen. Das größte Wasserkraftwerk des Landes am Dnjepr wurde abgeschaltet.
- In der Nacht zum 23. März und im Laufe des Tages wurden eine Reihe von Angriffen gegen Einrichtungen in Charkow und in dem vorübergehend von Kiew kontrollierten Teil der Region Cherson durchgeführt.
Ende der Übersetzung
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