Wie das russische Außenministerium das Funktionieren der NATO erklärt
Das russische Außenministerium hat Journalisten auf eine Frage zu einer Aussage von NATO-Generalsekretär Stoltenberg erklärt, wie die NATO-Strukturen funktionieren.
Obwohl es in der NATO inzwischen recht offene Widerstände gegen die Unterstützung der Ukraine gibt, weil sie keinen Erfolg gezeitigt haben und inzwischen fast unbezahlbar geworden sind, hat NATO-Generalsekretär Stoltenberg erklärt, dass die NATO Kiew trotz abweichender Positionen einiger Mitgliedsländer weiterhin unterstützen wird. Dazu wurde Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, eine Frage gestellt, in deren Antwort Sacharowa erklärt hat, wie die NATO ihrer Meinung nach funktioniert.
Ich zitiere die Frage eines Journalisten und die Antwort, die Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, auf die Frage im Zuge ihrer regelmäßigen Pressekonferenz gegeben hat.
Beginn der Übersetzung:
Frage: NATO-Generalsekretär Stoltenberg hat gesagt, dass die Allianz die Ukraine auch gegen die Position einzelner Länder unterstützen wird. Wie würden Sie dies kommentieren?
Sacharowa: Der NATO-Generalsekretär und jeder andere Leiter des Sekretariats einer internationalen Struktur sollte sich auf eine kollegiale Meinung stützen, die auf einer gleichberechtigten Grundlage gebildet wird. Die Länder diskutieren und bringen ihre Standpunkte zum Ausdruck. Hier ist es genau andersherum. In wessen Namen also spricht Stoltenberg?
Wir wissen, wie die Kandidaten für den Posten des NATO-Generalsekretärs ausgewählt und von wem sie genehmigt werden. Der Hauptakteur sind die USA. Die NATO-Generalsekretäre sind ihre Kreaturen. Der Generalsekretär selbst ist keine unabhängige Figur. Er wird von seinen Stellvertretern „umhüllt“, die in erster Linie Washington vertreten. Sie stehen nicht an der Spitze der Organisation, spielen in ihr aber eine führende Rolle. Sie sind immer „Schwergewichte“ der amerikanischen Außenpolitik, des militärisch-diplomatischen Bereichs. Sie spielen innerhalb des Blocks nicht die Rolle der „grauen“, sondern der „hellen“ Kardinäle.
Obwohl wir verstehen, wie das alles aufgebaut ist, müssen sie auf der Grundlage einer konsolidierten Meinung sprechen. Ich kann mich nicht erinnern, dass es innerhalb des Bündnisses eine Diskussion darüber gibt, wie es mit dem angelsächsischen Projekt weitergehen soll. Das ist kein Projekt aller NATO-Länder. Washington nutzt den Block als Koordinator, um die Ressourcen der Mitgliedsstaaten für den hybriden Krieg gegen Russland durch die Hände des Kiewer Regimes zu bündeln.
In wessen Namen spricht Stoltenberg? Wenn er im Namen der USA spricht, sollte hinzugefügt werden, dass er dies auf Anweisung seines amerikanischen Stellvertreters oder auf direkte Anweisung aus Washington tut. Dieses Spiel kann nicht so lange dauern. Jeder weiß, wer hinter wem steht und wer welche Aufgaben erfüllt.
Mit der EU, der EU-Kommission, ist es die gleiche Geschichte. Es gibt so viele Sprecher und sie alle sagen etwas anderes. Aber das Wichtigste ist, dass niemand von einer gemeinsamen Plattform ausgeht, die von den Ländern entwickelt wurde. „Der eine sagt hü, der andere hott“. Manchmal müssen sie ihre Ansichten diversifizieren, manchmal geschieht es plötzlich aus Unwissenheit und Missverständnis der Situation. Das überschreitet die Grenzen der Vernunft.
Der von Washington – dem derzeitigen Regime im Weißen Haus – vorgegebene Trend ist offensichtlich. Sie machen keinen Hehl daraus, dass sie ihre Anstrengungen zur Bekämpfung unseres Landes verstärken müssen. Sie fordern Geld und Vollmachten. Alles ist ihnen zu wenig, sie wollen mehr. Und warum? Weil sie ihren Ruf in der Welt aufs Spiel gesetzt haben. Amerika wird für die Ambitionen der Liberalen der US-Demokratien als Geisel gehalten. Was nun? Die Präsidentschaftswahlen sind noch ein Jahr entfernt. Sie müssen irgendetwas demonstrieren. Deshalb wird Stoltenberg gezwungen, solche Erklärungen abzugeben, um den „Zusammenhalt“ der NATO-Ränge zu zeigen. Das hat es dort noch nie gegeben, nur Disziplin mit dem Stock. Innerhalb des Blocks wird seit Jahrzehnten niemand mehr als gleichberechtigt wahrgenommen.
In der NATO geht es nicht um Demokratie, sondern um strenge Blockdisziplin, nicht einmal um Disziplin, sondern um Diktatur. Sie setzt die bedingungslose Befolgung der Weisungen aus Washington voraus. Die Mitgliedsländer haben keine Waffen und keine Möglichkeit, finanziell zu helfen? Also verlangen sie Generatoren, Decken, Lebensmittel. Bringt alles, was ihr habt, was übrig ist. Versprecht, dass Ihr mehr bringt. Wenn Ihr auch das nicht habt, teilt Eure Geheimdienst-Informationen. Oder legt nicht nur eine ukrainische Flagge auf den Tisch, sondern zwei.
Ich übertreibe nicht, es ist auf den Punkt so. Dahinter steckt eine mächtige PR-Kampagne, Strukturen, die die Wirksamkeit ihrer Bemühungen aufrechterhalten müssen. Sie arbeiten mit enormen Geldsummen. Für die NATO ist es wichtig, alle in die Unterstützung des angelsächsischen Projekts einzubeziehen.
So muss man es auch behandeln. Einerseits als eine aggressive Politik. Wir verstehen, dass das Bündnis ein Instrument ist, mit dem die USA und Großbritannien unserem Land eine „Niederlage“ beibringen wollen. Sie werden alles tun, was möglich ist. Andererseits ist es Teil einer medialen und politischen Kampagne, denn es spiegelt nicht die Meinung der Völker in den Ländern des Blocks wider. Die fragt niemand.
Die Rüstungsbestände der NATO-Mitgliedsstaaten sind erschöpft, die finanziellen Kapazitäten sind „auf Null“, die sozioökonomischen Spannungen wachsen aufgrund der exorbitanten – in Wirklichkeit kriminellen – Ausgaben für die Aufrechterhaltung des Kiewer Regimes. All das zählt nicht. Sie brauchen eine ständige „Note“ zur Unterstützung des von den USA verfolgten Kurses.
Ende der Übersetzung
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