In deutschen Medien habe ich über die Vorwürfe der USA gegen Russland, seine Kampfflugzeuge würde US-Drohnen im Luftraum von Syrien bedrängen, nichts gefunden. Auch russische Medien berichten über das Thema kaum, weshalb ich mich hier darauf beschränke, drei Meldungen der russischen Nachrichtenagentur TASS über das Thema zu übersetzen.

Die erste Meldung, die ich dazu gesehen habe, war vom Morgen des 6. Juli.

Beginn der Übersetzung:

Das Pentagon veröffentlicht angebliches Video von Zwischenfall zwischen russischen Kampfflugzeugen und US-Drohnen in Syrien

Das Ministerium behauptet, ein russischer Kampfjet habe sich einer US-Drohne genähert und „Fallschirmraketen“ entlang ihrer Flugbahn abgefeuert, wodurch das US-Flugzeug zu einem Ausweichmanöver gezwungen wurde

Das Pentagon hat am Donnerstag Videomaterial veröffentlicht, das angeblich russische Su-35-Kampfjets zeigt, die auf unbemannte US-Drohnen vom Typ MQ-9 Reaper einwirken.

Das Video, das auf einem der offiziellen Portale des Pentagons veröffentlicht wurde, dauert eine Minute und fünf Sekunden. Das Ministerium behauptet, dass sich „ein russischer Su-35-Kampfjet am 5. Juli 2023 über Syrien einer US-amerikanischen MQ-9-Drohne näherte“ und „Fallschirmraketen“ in deren Flugbahn abfeuerte, wodurch das US-Flugzeug zu einem Ausweichmanöver gezwungen wurde. Eine andere Su-35, so das Pentagon, „positionierte sich in der Flugbahn der MQ-9 und schaltete den Nachbrenner ein, wodurch es seine Geschwindigkeit und den Luftdruck dynamisch erhöhte, was den MQ-9-Bediener daran hinderte, das Gerät sicher zu bedienen“.

Zuvor hatte der Fernsehsender CBS unter Berufung auf das US-Zentralkommando der Streitkräfte (CENTCOM) berichtet, dass russische Kampfjets in Syrien angeblich „unprofessionelle und unsichere Manöver“ in Richtung von US-Drohnen vom Typ MQ-9 Reaper durchgeführt hätten, die im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat eingesetzt werden.

Konteradmiral Oleg Gurinow, stellvertretender Leiter des russischen Zentrums für die Aussöhnung der verfeindeten Parteien in Syrien, sagte am Mittwoch, dass die Drohnen der US-geführten internationalen Koalition fünfmal an einem Tag die Flugsicherheit in einem Gebiet Syriens verletzt hätten, das wegen der gemeinsamen russisch-syrischen Manöver gesperrt sei. Er wies darauf hin, dass die russische Seite erneut ihre Besorgnis über die systematischen Verstöße gegen die Dekonfliktionsprotokolle im Zusammenhang mit den Drohnenflügen der Koalition zum Ausdruck bringt.

Ende der Übersetzung

Dass die USA mit ihren Drohnen ohne Erlaubnis der syrischen Regierung im syrische Luftraum unterwegs sind, sei nur der Vollständigkeit angemerkt. Wenn die russische Erklärung der Wahrheit entspricht, dann fliegen die US-Drohnen in einer wegen Militärmanövern ausgerufenen Flugverbotszone umher. Die US-Drohnen scheinen weniger den IS ausspionieren zu wollen, als vielmehr das russisch-syrische Manöver.

Die zweite Meldung, die ich dazu gesehen habe, war vom Vormittag des 7. Juli.

Beginn der Übersetzung:

Die US-Streitkräfte behaupten, dass russische Kampfjets den zweiten Tag in Folge US-Drohnen in Syrien „stören“

Alexus Grinkevich, Kommandeur des Zentralkommandos der US-Streitkräfte, sagte, russische Kampfjets hätten angeblich „Leuchtraketen vor den Drohnen abgefeuert und seien gefährlich nahe an sie herangeflogen, was eine Sicherheitsbedrohung darstelle“.

Die US-Luftwaffe behauptet, russische Kampfjets hätten am Donnerstag erneut US-Drohnen des Typs MQ-9 Reaper bei ihren Einsätzen gegen die in Russland verbotene Terrorgruppe Islamischer Staat in Syrien behindert. Dies teilte Generalleutnant Alexis Grinkevich, Befehlshaber des Zentralkommandos der US-Streitkräfte (CENTCOM), in einer Erklärung mit.

Demnach sollen russische Kampfjets am Donnerstagmorgen „unsichere und unprofessionelle Handlungen“ begangen haben, als sie mit US-Drohnen vom Typ MQ-9 Reaper interagierten, die in Syrien gegen den Islamischen Staat eingesetzt werden. Grinkevich behauptet, die russischen Kampfflugzeuge hätten „Leuchtraketen vor den Drohnen abgefeuert und seien gefährlich nahe an sie herangeflogen, was ein Sicherheitsrisiko darstellte.“

Das US-Verteidigungsministerium veröffentlichte am Freitag Videomaterial, das angeblich die Aktionen zweier russischer Kampfjets gegen eine US-Drohne zeigt. „Den zweiten Tag in Folge haben sich russische Kampfjets unprofessionell gegen ein US-Flugzeug über Syrien verhalten“, hieß es in einer Erklärung der Behörde. CNN zitierte CENTCOM-Sprecher Michael Andrews und erklärte, bei den beiden russischen Kampfflugzeugen handele es sich um die Su-45 und die Su-35.

Am 6. Juli veröffentlichte das Pentagon Videoaufnahmen von russischen Su-35-Kampfflugzeugen, die angeblich gegen US-Drohnen des Typs MQ-9 Reaper agierten. Die Behörde behauptete, dass sich „ein russisches Su-35-Kampfflugzeug am 5. Juli 2023 über Syrien einer US-amerikanischen MQ-9-Drohne näherte“ und „Fallschirmraketen“ entlang ihrer Flugbahn abfeuerte, was das US-Flugzeug zu einem Ausweichmanöver zwang. Eine andere Su-35, so das Pentagon, „positionierte sich in der Flugbahn der MQ-9 und schaltete den Nachbrenner ein, wodurch es seine Geschwindigkeit und den Luftdruck dynamisch erhöhte, was den MQ-9-Bediener daran hinderte, das Gerät sicher zu bedienen“.

Konteradmiral Oleg Gurinow, stellvertretender Leiter des russischen Zentrums für die Aussöhnung der verfeindeten Parteien in Syrien, sagte am Mittwoch, dass die Drohnen der US-geführten internationalen Koalition fünfmal an einem Tag die Flugsicherheit in einem Gebiet Syriens verletzt hätten, das wegen der gemeinsamen russisch-syrischen Manöver gesperrt sei. Er wies darauf hin, dass die russische Seite erneut ihre Besorgnis über die systematischen Verstöße gegen die Dekonfliktionsprotokolle im Zusammenhang mit den Drohnenflügen der Koalition zum Ausdruck bringt.

Der russische Botschafter in Washington, Anatoliy Antonow, sagte, dass die Behauptungen des Pentagons, die russischen Streitkräfte würden angeblich die Bemühungen der USA zur Bekämpfung des Terrorismus in der Arabischen Republik Syrien behindern, keinen Sinn ergeben.

Ende der Übersetzung

Die dritte Meldung, die ich dazu gesehen habe, war vom Nachmittag des 8. Juli.

Beginn der Übersetzung:

Nach Angaben der US-Streitkräfte haben russische Kampfjets am dritten Tag in Folge US-Drohnen in Syrien „gejagt“

Nach Angaben des CENTCOM-Kommandeurs Generalleutnant Alexis Grinkevich sollen russische Flugzeuge 18 „unprofessionelle Manöver“ durchgeführt haben

Die US-Luftwaffe behauptet, dass russische Kampfjets angeblich den dritten Tag in Folge unsichere Manöver gegen US-Drohnen des Typs MQ-9 Reaper durchgeführt haben, die in Syrien gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat eingesetzt werden. Das erklärte Generalleutnant Alexis Grinkevich, Kommandeur des Zentralkommandos der US-Streitkräfte (CENTCOM).

Er behauptet, dass am Freitag „erneut drei MQ-9-Drohnen von russischen Kampfjets über Syrien verfolgt wurden“. Die russischen Kampfflugzeuge sollen 18 „unprofessionelle Manöver“ in unmittelbarer Nähe der US-Drohnen durchgeführt haben.

Zuvor hatten die US-Streitkräfte über Zwischenfälle zwischen russischen Flugzeugen und US-Drohnen berichtet, die sich am 5. und 6. Juli ereignet haben sollen. Das Pentagon veröffentlichte zwei Videos von den angeblichen Aktionen russischer Kampfjets gegen die MQ-9 Reaper.

Konteradmiral Oleg Gurinow, stellvertretender Leiter des russischen Zentrums für die Aussöhnung der verfeindeten Parteien in Syrien, sagte am Mittwoch, dass die Drohnen der US-geführten internationalen Koalition fünfmal an einem Tag die Flugsicherheit in einem Gebiet Syriens verletzt hätten, das wegen der gemeinsamen russisch-syrischen Manöver gesperrt sei. Er wies darauf hin, dass die russische Seite erneut ihre Besorgnis über die systematischen Verstöße gegen die Dekonfliktionsprotokolle im Zusammenhang mit den Drohnenflügen der Koalition zum Ausdruck bringt.

Der russische Botschafter in Washington, Anatoliy Antonow, sagte, dass die Behauptungen des Pentagons, die russischen Streitkräfte würden angeblich die Bemühungen der USA zur Bekämpfung des Terrorismus in der Arabischen Republik Syrien behindern, keinen Sinn ergeben.

Ende der Übersetzung