Umschreibung der Geschichte

Bundestag erkennt „Holodomor“ als Genozid an: Wie in Russland berichtet wird

Die Entscheidung des Bundestages, den "Holodomor" als Genozid anzuerkennen, hat in Russland für Unverständnis gesorgt, denn eine Bundestagsentscheidung, den Genozid Hitlers an den Völkern der Sowjetunion anzuerkennen, gibt es bis heute nicht.

Der Zweite Weltkrieg ist im kollektiven Gedächtnis der Russen noch immer lebendig, denn jeder zweite Tote des Weltkrieges war ein Bürger der Sowjetunion. Die Völker der Sowjetunion haben in dem Krieg 27 Millionen Menschen verloren, aber deutsche Politiker haben es nie für nötig gehalten, sich dafür zu entschuldigen. Der Angriffskrieg Hitlers auf die Sowjetunion war früher zwar mal ein Thema in Deutschland, aber anders als bei Juden, Polen, Zigeunern und allen anderen Völkern, die unter Hitlers Rassenwahn zu leiden hatten, gab es aus Deutschland nie eine Entschuldigung für die 27 Millionen Toten der Sowjetunion.

Nun hat der Bundestag entschieden, den sogenannten „Holodomor“ als Genozid anzuerkennen. Der Unterton ist klar: Die Sowjetunion hat einen Genozid an den Ukrainern verübt, Russland ist der Nachfolger der Sowjetunion, also war es quasi Russland, das den Genozid verübt hat. Der Bundestag schreibt die Geschichte um und instrumentalisiert sie für die heute gewollten politischen Narrative.

Dass der „Holodomor“ kein Genozid an den Ukrainern war, müsste man im Bundestag eigentlich wissen, denn nachdem Russland alle Dokumente aus der Zeit freigegeben hat, hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages sich zu der Frage geäußert. Dabei ist er nicht zu dem Ergebnis gekommen, dass der Holodomor ein bewusst herbeigeführter Genozid war, und erst recht war es kein Genozid an den Ukrainern, denn von den etwa sieben Millionen Hungertoten des Holodomor waren nicht einmal die Hälfte Ukraine (je nach Schätzung waren es zwischen 2,4 und 2,7 Millionen Ukrainer). Die Details inklusive Link zu dem Bericht des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages finden Sie hier.

Das russische Fernsehen hat in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick als Einleitung zu seinem Bericht aus Deutschland einen Kommentar über die Bundestagsentscheidung zum Holodomor ausgestrahlt, die zeigt, wie man in Russland über diese neue anti-russische Aktion des offiziellen Berlin denkt. Ich habe den russischen Kommentar übersetzt.

Beginn der Übersetzung.

Die Deutschen sollten sich intensiver mit der Geschichte beschäftigen

Der Deutsche Bundestag hat eine Entschließung verabschiedet, in der der Holodomor als „von Russland vorsätzlich organisierter und geplanter Völkermord durch Hunger“ anerkannt wurde. Dabei geht es um die Hungersnot in der UdSSR in den Jahren 1930 bis 1934. Das Thema ist gut erforscht, alle Dokumente wurden freigegeben und veröffentlicht. Ich habe hier eine Sammlung solcher Dokumente aus dem russischen Staatsarchiv. Der Kommentar ist auf Englisch. Hierin geht es um die Hungersnot in der UdSSR – sowohl in der Ukraine als auch in der Wolga-Region, in Kasachstan, im Südural und in ganz Russland. Sie wurde durch die harte Kollektivierung auf dem Land und die Beschlagnahmung von Lebensmitteln bei den Bauern vor dem Hintergrund schlechter Ernten verursacht.

Es war völlig wahllos. Und was hat das mit Russland zu tun? An der Spitze der UdSSR stand ein Georgier namens Josef Stalin und in der Ukraine hat damals Stanislaw Kosior regiert, ein ethnischer Pole, der die brutalste Kollektivierung durchgeführt und Millionen von Bauern massakriert hat, indem er alles beschlagnahmt hat. In der Dokumentensammlung findet sich alles bis hin zum Kannibalismus, der in Russland selbst gemeldet wurde. Gewissenhafte Forscher der gesamtsowjetischen Tragödie betonen: „Es wurde kein einziges Dokument gefunden, das das Konzept des Holodomor als Völkermord in der Ukraine bestätigt, und es findet sich auch kein Hinweis in den Dokumenten auf ethnische Motive des Geschehens, einschließlich in der Ukraine. Die Gesamtheit der Dokumente zeigt, dass der Hauptfeind der sowjetischen Regierung nicht ethnische Gründe, sondern aus Gründe der Klasse waren. Der Kulak (Anm. d. Übers.: Kulaken waren freie Bauern, die sich der Kollektivierung widersetzt haben) und die „Kulak-Elemente“ waren der Feind, der unentschlossene in der Mitte war ebenfalls der Feind, der sich widersetzte, der arme Mann war ein Quasi-Kulak, das heißt, auch er war der Feind.

Überhaupt war bis zum Ende des 20. Jahrhunderts von keinem „Holodomor“ die Rede. Es gab nicht einmal das Wort. Das tauchte Mitte der 80er Jahre in den USA und Kanada auf, zunächst auf den Gedenksteinen für den „Holodomor“, und der Begriff „Holodomor“ wurde von dem amerikanischen Politikwissenschaftler und Historiker James Mace international in Umlauf gebracht. 1995 schrieb er ein Werk mit dem Titel „Die politische Gründen für den Holodomor in der Ukraine 1932-1933“. So wurde der Begriff eingeführt, absichtlich, um Zwietracht zu säen und Ressentiments zu schüren. Besonderes Gewicht hat die von den Amerikanern unterstützte Orangene Revolution in den Jahren 2004 und 2005 auf den Holodomor gelegt. Später stellte Präsident Juschtschenko ein Denkmal in Kiew auf – und dann ging es los…

Alle haben schon vergessen, womit das angefangen hat, aber jetzt verabschiedet der Bundestag eine Resolution, in der er sich über den „Genozid“ empört. Generell, um ehrlich zu sein, hätten sich die Deutschen erstens besser mit der Geschichte beschäftigen können.

Und zweitens erinnern wir uns an keine Entschließungen des Bundestages über den wahren Genozid, den Hitlerdeutschland auf unserem Gebiet, einschließlich der sowjetischen Ukraine, verübt hat. Der gesamte „Plan Ost“ basierte auf der Idee, hier 30 Millionen Bürger verhungern zu lassen. Alles war genauestens geplant und vorbereitet. Mit dem Recht irgendeiner mythischen rassischen Überlegenheit. Und jetzt konstruieren die Deutschen einen Genozid an Ukrainern durch Russen, geht’s noch? Das ist einfach nur peinlich.

Drittens: Als Putin Scholz Anfang des Jahres auf den von Kiew verübten Genozid im Donbass hingewiesen hat, bezeichnete der deutsche Bundeskanzler das als „lächerlich“. Nun, wissen Sie, es ist nicht Sache der Deutschen, über so etwas zu lachen. Angesichts dieser historischen Erfahrung wäre es anständig, den Genozid anzuerkennen. Wer hat denn Babi Yar in Kiew organisiert? Wer hat Geiseln erschossen? Wer hat den Gaswagen erfunden? Und wer hat die Bevölkerung ganzer Dörfer vernichtet?

Alles ist schließlich dokumentiert. Und es ist angebracht, heute daran zu erinnern, dass die Strafe für solche Verbrechen unvermeidlich ist. So wurden im gerade befreiten Charkow bereits 1943 Naziverbrecher vor Gericht gestellt. Vor kurzem haben wir über den Prozess in Charkow berichtet, den ersten seiner Art. Während dieses Prozesses erfuhr die ganze Welt erstmals von der schrecklichen Erfindung der Nazis – dem Gaswagen. Die Deutschen benutzten ihn, um von der Gestapo verhaftete Menschen mit seinen Auspuffgasen zu töten. Während der Besatzung wurden Hunderte von Charkowern auf diese brutale Weise getötet. Und nun verabschiedet der Bundestag eine betrügerische Resolution. Die sind vollkommen durchgeknallt.

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

22 Antworten

  1. Vielleicht sollte sich der Westen mehr mit den eigenen Vorbereitungen der Hungerkatastrophen befassen und diese stattdessen verurteilen?

    „… Die Ablöse der Bauern und Landwirte durch Großkonzernen aus der Chemie-Branche ist ein spätestens seit den 1950er Jahren verfolgtes Ziel von Plutokraten wie Rockefeller, Ford und in neuerer Zeit Gates. Die Entwicklung von gentechnisch veränderten, patentierbarem Saatgut wurde von den Stiftungen von Rockefeller und Ford finanziert. Deren weltweite Verbreitung wurde von Programmen organisiert, die US-Präsident John F. Kennedy in Leben gerufen hatte …“

    https://www.xing.com/communities/posts/umgestaltung-der-nahrungsmittelproduktion-durch-multinationale-agrochemie-konzerne-1025074147

    „… Konkret strebt die European Carbon+ Farming Coalition an, „bis 2025 eine Nullausweitung der Anbauflächen für die Lebensmittelproduktion, bis 2030 eine Verringerung der für die Viehzucht genutzten Flächen um etwa ein Drittel und bis zum gleichen Zeitpunkt die Freigabe von fast 500 Millionen Hektar Land für die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme zu erreichen.“ Dem WEF zufolge werden solche Veränderungen nicht nur der Umwelt zugute kommen, sondern auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen, da „eine Änderung der Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren und konsumieren, neue Geschäftsmöglichkeiten in Höhe von 4,5 Billionen US-Dollar pro Jahr schaffen könnte.“ …“

    Um die Billionen zusätzlicher Gewinne pro Jahr geht es hier offensichtlich. In Sri Lanka haben solche „Bio“-Konzepte bereits zum Hunger und zu den Aufständen geführt – die Globalisten möchten die gleichen Verhältnisse global haben. Wie schief es gehen kann, zeigt auch die deutsche „Energiewende“.

    1. @“Als Putin Scholz Anfang des Jahres auf den von Kiew verübten Genozid im Donbass hingewiesen hat, bezeichnete der deutsche Bundeskanzler das als „lächerlich“. Nun, wissen Sie, es ist nicht Sache der Deutschen, über so etwas zu lachen. Angesichts dieser historischen Erfahrung wäre es anständig, den Genozid anzuerkennen. Wer hat denn Babi Yar in Kiew organisiert? Wer hat Geiseln erschossen? Wer hat den Gaswagen erfunden? Und wer hat die Bevölkerung ganzer Dörfer vernichtet?“

      Die Ukraine ist bis heute eine totalitäre Diktatur mit zahlreichen Verbrechen geblieben:

      https://www.xing.com/communities/posts/totale-diktatur-ukrainische-menschenrechtlerin-larissa-schessler-alle-haben-angst-1025073175

      Höchste Zeit, dass auch im Westen offen darüber geredet wird. Besonders Polen sollte sich an ukrainische Verbrechen in Wolhyn im Zweiten Weltkrieg erinnern – schätzungsweise um 150 Tsd. Zivilisten abgeschlachtet, teilweise von ukrainischen Nachbarn. Jetzt kommen weitere hinzu.

      1. Im Übrigen belustigt sich dieser Sozen-Clown Scholz auch darüber, das ihm ein Bäcker schilderte, von Strom auf Gas umgestellt zu haben und ihm jetzt die Kosten davon laufen. Kicher, Kicher „Ich wusste garnicht, wie betroffen ich gucken sollte“.
        Diese Sozen-Unfigur zeigt die gleichen charakterlichen Eigenschaften wie Soros, der nach eigenem Bekunden bei der Länderdestabilisierung keine Rücksicht auf die sozialen Folgen nehmen will, denn er will ja Kohle machen.

  2. Trotz der Tragik, belustigt mich der „Kindergarten“ der Erwachsenenpolitik. Hier geht es doch nur um das stete „divide et impera“: Wir allen wissen, daß die Russen Dreck am Stecken haben, z.B. Millionen Deutsche vergewaltigt und ermordet haben und bis heute deutsches Land besetzt halten (Stichwort Königsberg). Und noch besser wissen wir natürlich, daß die Deutschen Dreck am Stecken haben, Millionen Sowjetbürger und damit auch Russen ermordet haben, zeitweise russisches Gebiet besetzt gehalten haben usf.
    Doch darum geht es hier nicht. Das liegt viele Jahre zurück, und klar, wir können gerne darüber reden, die Vergangenheit ist wichtig, ich rede da auch gerne drüber!

    Aber hier geht es darum, die europäischen Länder gegeneinander zu spielen, daß die Russen die Deutschen hassen und die Deutschen die Russen, daß die Polen die Deutschen hassen und die Deutschen die Polen, die Russen die Polen hassen und die Polen die Russen et cetera an infinitum et ad nauseam.

    Leute, beruhigt Euch alle und schön wenn die russischen Medien nun diese Spalterei mitspielen, welches mittels amerikanischer Einflüsse vom deutschen Bundestag ausgeht.

    1. Der Westen Europas erkennt langsam, sich im Krieg gegen die USA zu befinden – sollte man dann nicht nach Verbündeten suchen, die ebenso gegen die verheerende US-Hegemonie kämpfen?

      https://www.xing.com/communities/posts/umbau-der-freien-wirtschaft-in-eine-gruene-planwirtschaft-1025074156

      „… Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zu Folge hat Emmanuel Macron bei einem Treffen mit US-Regierungsvertretern das Inflationsbekämpfungsgesetz als „super aggressiv“ gegenüber europäischen Unternehmen bezeichnet. Macron warnte vor der Spaltung des Westens: „Die getroffenen Entscheidungen (…) sind Entscheidungen, die den Westen zersplittern werden.“ … Der Inflation Reduction Act würde Unterschiede entstehen lassen, die dazu führen, dass zahlreiche Unternehmen nicht mehr in Europa investieren und auch abwandern. Auch Olaf Scholz hat das Gesetz kritisiert. Das Handelsblatt titelt: „Der fremde Freund: Droht ein Handelskrieg zwischen den USA und der EU?“ Und kommentiert in der Unterzeile: „US-Präsident Biden plant eine industrielle Revolution. Die USA wollen sich zulasten Chinas die ganze Wertschöpfungskette sichern – zur Not auch auf Kosten der europäischen Partner.“ …“

      Damit müsste Westeuropa den Kampf gegen Russland einstellen – wenn man einen gemeinsamen Gegner hat. Russland könnte entsprechend auf Westeuropa eingehen.

      1. @ Hannibalmurkle

        … du schreibst, das der Westen Europas langsam was erkennt!

        Ja, da hast du recht. Diese Erkenntnis gab es aber auch schon lange davor, nur hat es keiner gewagt dieses Narrativ zu befördern. 3 Mal darfst du raten warum…

        Genau: der Westen ist kolletiv abhängig von dem Zuhälterpack des Westens. Sowohl ideologisch, weil Schulbildung schon dieses Narrativ befördert, wirtschaftlich sowieso und auch kluturell hat man lange aufgepasst, dass es keine zu starken Bindungen in den Osten gibt. Es ist das einzige, worauf die Amis genauestens achten. Es darf nie und soll nie eine faktische Bindung geben. Das haben die auch schon 2015 offen gesagt –> Stratfor! Den Link dazu habe ich schon 3 Mal gepostet.

        Das Problem dabei ist das einer geschlagenen Hure. Sie ist faktisch und psychologisch von Ihrem Zuhälter abhängig und dabei geht es uns hier nicht anders. Die Politiker wissen das und halten das Maul. Die Medien spielen mit und die Exekutive tut Ihren Teil dazu! Die Deutsche perfektionieren halt alles, auch diese Abhängigkeit im Negativen. Wenn morgen das Narrativ befeuert würde, dass die Russen alle 2 Frauen hätten, würde das auch noch verurteilt, egal ob stimmig oder nicht. Das muss jedem klar sein.
        Die Franzosen sind da schon wieder etwas offener und aggressiver, als wir. Die Polizisten dafür aber auch. Wenn ich wissen will, was gerade abläuft, braucht man nur in die Strassen der Bonlieus in Frankreich zu schauen, wenn es da eskaliert ist meistens die Kacke überall am dampfen, aber unsere Bundestreudoofschafe blöken noch nicht mal, denn dazu fehlen den allermeisten die Eier (mich eingeschlossen). Leider! Habe ein zu gutes Leben und wer heute demonstrieren geht, der wird früher, oder später geschlachte (nicht öffentlich). Aber da kommen dann in 6 Monaten oder 1 Jahr, je nach Verfügbarkeit, dann alle möglichen Prüfungen auf einen zu. Sollte da nicht wirklich etwas schieflaufen und die Demos größer, ich meine viel größer, werden, kann man einen Regimechange sowieso vergessen.

        Mit Wahlen ist dem Problem auch nicht beizukommen, denn an dem Verhalten von Hunter Bidens Laptop kann man leider erkennen, dass der „deep state“ doch irgendwie existiert. Eine riesige Krake, die weltumspannend die Geschicke der Politik vor sich hertreibt. Wahnsinn! Länder sind heute einfach nich mehr souverän und diese Geschichtsentfremdung zeigt es ja auch nur zu genau auf. Nur interessiert sich dafür da draussen so gut wie keiner dafür , denn die allermeisten müssen 2-3 Jobs machen, um über die Runden zu kommen. Die Gutsittuierten brauchen nichts zu ändern und der Rest lebt von Bürgergeld, sozialen Zuwendungen und oder staatlichen Finanzierungen (halbstaatliche Unternehmen), die haben auch Angst, dass denen morgen der Geldhahn zugedreht wirde. Abhängig beschäftigt halt. Da braucht man kein Experte zu sein, um zu merken, dass es ganz genauso weitergehen wird, bis zu dem Tag, an dem auch der Staat hochverschuldet abtreten werden muss und dann stehen wir (mal wieder) vor den Trümmern unserer Zukunft. Der einzige kleine, marginale Unterschied ist für uns, dass wir die Glocken schon läuten hören. Mache mir zur Zeit schon die ganze Zeit Gedanken darüber, wie ich mich aufstellen kann, wenn hier morgen alles den Bach runtergeht. Denn in die EU kann man sich dann nicht wirklich absetzen, dass wird kollektiv schieflaufen. Die westliche Kultur war mir schon als Kind unangenehm (habe da mal gelebt) und nach China passt die Kultur für mich sowieso nicht. Ich denke ernsthaft über Brasilien nach. Vielleicht kann man ja aber auch ab einer gewissen Zeit was im Osten machen. Da ist aber die sprachliche Barriere. Wenn die nicht wäre, wäre ich schon lange da und würde ein paar Geschäfte dort anfangen…

        Liebe Grüße

  3. Das Narrativ vom Holodomor – Jan Müller – 6. Mai 2022

    … Es gibt immer noch eine Reihe von liberalen Wissenschaftlern, die ernsthaft um die Erforschung der Wahrheit bemüht sind und es keinesfalls goutieren, dass die Geschichte infolge postmoderner Beliebigkeit zu einem Steinbruch für die tagesaktuellen propagandistischen Bedürfnisse der Regierungen degradiert wird. Einer von ihnen ist der amerikanische Historiker Mark B. Tauger. Nach ausgiebigen Quellenstudien kam er zu der Schlussfolgerung, dass das Narrativ vom Hunger als Waffe gegen die Ukraine grundfalsch ist. Darüber hinaus stellte er fest, dass die große Hungersnot überwiegend – aber nicht ausschließlich – auf natürliche Ursachen zurückzuführen ist. Es handelte sich um eine Naturkatastrophe, die durch eine falsche Politik verschlimmert wurde. …

    http://web.archive.org/web/20221128082607/https://magma-magazin.su/2022/05/janmueller/das-narrativ-vom-holodomor/

    Es gab in der Zeit viele solche Hungersnöte. SU, gleichzeitig USA Große Depression / Dust Bowl mit ähnlicher Opferzahl, Frankreich (Westafrika), China und weitere. Überwiegend politisch verursacht war die in GB (Bengalen 1943) und Deutschland, Steckrübenwinter 1917 und Blockade noch nach Kriegsende.

    Die Zahl der Opfer wird mangels anderer Möglichkeiten mit statistischen Methoden (Bevölkerungsabnahme) ermittelt. Da geht neben der erhöhten Anfälligkeit gegen Krankheiten infolge Unterernährung auch das Sinken der Geburtenrate ein, darunter Fehlgeburten. Aber auch Abwanderung.

    Welche Hungersnot heute vergessen und welche skandalisiert wird, entscheiden diejenigen, die den Genozid im Donbass und den Sahel-Genozid betreiben ließen, nebst weiteren. Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Jemen etc.

    Auch was frühere Genozide in den letzten beiden Jahrhunderten angeht, sind die späteren EU-Länder nebst ihren Ablegern wie USA und Australien Spitzenreiter.

    1. Vielen Dank für die klärenden Worte. Wenn es generell um Stalin und die UDSSR geht, folgender Tip : Mit GOOGLE nach sascha313 suchen. Auf die Webeite bzw. den Blog gehen und in das Suchfeld Holodomor eingeben.
      Eine kompetentere Deutschsprachige Seite kenne ich nicht.

      1. „sascha313 – Eine kompetentere Deutschsprachige Seite kenne ich nicht.“

        „Völker, hört die Signale!
        Auf zum letzten Gefecht!
        Die Internationale
        erkämpft das Menschenrecht.“

        Soll das ein Witz sein?

        Beispiel vom kompetenten Sascha:

        Wer bietet den Menschen eigentlich eine Perspektive?
        Kein einziges kapitalistisches Land vermag seiner Bevölkerung auch nur annähernd eine erstrebenswerte, menschenwürdige Perspektive anzubieten. Wem das bis heute nicht klargeworden ist, der sehe sich die absurden und menschenfeindlichen Pläne eines Klaus Schwab an. Weder Bismarck, noch der deutsche Kaiser Wilhelm, und erst recht nicht ein Adolf Hitler hatten auch nur ansatzweise eine echte und lebensfrohe Zukunft für das deutsche Volk im Sinn. Im Gegenteil – immer ging es denen um politische und militärische Macht, um Raub und Plünderung fremden Eigentums und um fremder Länder Bodenschätze und Naturreichtümer. Allen war gemeinsam, daß sie ausschließlich den Interessen der kapitalbesitzenden Minderheit dienten und das deutsche Volk von einem Krieg in den anderen zerrten. Millionen Tote waren jedesmal die Folge. Was könnte den Kapitalisten wohl wichtiger sein als der Profit? Und was fürchten sie mehr als die Macht des Volkes!

        Was war das Besondere, das Neue am Sozialismus?
        Die Sowjetunion war das erste sozialistische Land in der Weltgeschichte. Mit der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution 1917 waren dort die Voraussetzungen geschaffen worden für den Aufbau einer neuen, einer gerechten Gesellschaftsordnung. Ganz im Sinne von Karl Marx und Friedrich Engels wurde unter Führung der kommunistischen Partei der Bolschewiki mit W.I. Lenin und später J.W. Stalin an der Spitze der Aufbau des Sozialismus erfolgreich verwirklicht. Die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen wurde ein für allemal beseitigt, und es entstand eine neue Moral – eine Moral der gegenseitigen Hilfe und kameradschaftlichen Unterstützung. Es war auch klar, daß der Kapitalismus nicht freiwillig von der Weltbühne abtreten würde. Immer wieder hatten daher die Menschen in den sozialistischen Ländern heftige Kämpfe zu bestreiten, um die äußeren und inneren Feinde des Sozialismus in ihre Schranken zu weisen.

        Von der Utopie zur Wissenschaft…
        Stets standen die Kommunisten an der Spitze dieser Kämpfe. Der heroische Sieg der Sowjetunion über den deutschen Faschismus war schließlich ein schlagender Beweis für die Überlegenheit des Sozialismus. Dieser historische Sieg unter der klugen und erfahrenen Führung Stalins hatte gezeigt, daß dem Sozialismus die Zukunft gehört. Mutig und aufopferungsvoll hatten die Soldaten an der Front gekämpft. Niemals zuvor hatte es eine solche Einmütigkeit, eine solche Bereitschaft gegeben, das Land und die gute Sache selbst zu verteidigen. Kein Wunder also, wenn den Imperialisten nicht nur die Sowjetunion und die anderen sozialistischen Länder, sondern vor allem aber der Genosse Stalin ein Dorn im Auge waren.

  4. Wikipedia bezeichnet Genozid als Völkermord, wenn also der sogenannte „Holodomor“ ein Genozid an der Ukraine war, dann muss er absichtlich geplant gewesen sein um das ukrainische Volk auszurotten.

    Wer sollte diesen Völkermord geplant haben? Das russische Volk? Stalin, der gar kein Russe sondern Georgier war?

    Und war das russische Volk so besessen vom Wunsch das ukrainische Volk auszurotten, dass es sogar bereit war Millionen Russen zu opfern, bloß um die Ukrainer auszurotten?

    Diese Fragen können nur Historiker beantworten, aber so gut wie kein ernstzunehmender Historiker ist bereit dem zuzustimmen.

    Der deutsche Bundestag ist da anderer Meinung, er maßt sich an – obwohl er weder kompetent noch befugt ist – entscheiden zu dürfen, dass der Holodomor ein Genozid war, und das nur weil es ihm in den Kram passt, weil die unter der Kontrolle ukrainischer Nazis stehenden ukrainischen Politiker es verlangen.

    Anders als in den Mainstream-Medien gibt es zahlreiche Artikel im Internet, die den Holodomor als Märchen entlarven, hier ist ein Hinweis auf so einen glaubwürdigen Artikel:

    [http://www.rationalrevolution.net/special/library/famine.htm]

    1. Mit dem Schwachfug Holdomor soll mal wieder die Opferrolle der sog. Ukraine bestätigt werden.
      Das Regime will die eklatante Vermögensverschleuderung an Ukro-Korruptistan moralisch rechtfertigen. Unter der Flagge des Guten darf sich das deutsche Fußvolk selbst ins wirtschaftliche Elend stürzen. Feministische Wertepolitik eben. Werte, die nur so lange gelten wie sie der Selbstbereicherung des herrschenden Regimes dienen.
      Mit konstruktiver Arbeit im eigenen Land hat das Ganze nichts zu tun. Abgesehen davon glauben die derzeitigen Machthaber, daß Sprechblasen genügen. Nichts Neues im GaGaLand.

      1. Es sind nicht die Ukrainer, es sind nur wenige Nachfolger von Nazi-Kollaborateuren, die sich nach dem 2. Weltkrieg in die USA und nach Kanada abgesetzt haben, wo sie mit Kusshand aufgenommen wurden, weil ihre Feindschaft mit Russland bekannt war und weil die USA davon ausgegangen sind, dass sie sich Verbündete gegen die UdSSR – jetzt Russland – gut eigneten.

        Die meisten Ukrainer wollen nur in Frieden leben, wie alle übrigen Völker.

  5. …die brd – Propagandisten und Marionette, sind die „BESTEN Gefolgsleute“, der „Angelsachsen, Globalisten und Internationalen Elite“im „Kampf gegen die Putin – Bolschwisten“.. …sie führen erfolgreich die Tradition des „Reichspropagandaministeriums“ unter Dr. Joseph Goebbels fort.. …jetzt fehlen nur noch Bilder, mit einem „Putin – Bolschewisten“ mit einem Dolch im Mund !!.. irgendwie, haben die Sowjets 1945, etwas falsch gemacht ??.. …wie sagte Brecht ??.. „..der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem das kroch !!“..😈

  6. Impotente Wut. Die idiotischen Sanktionen sind vollkommen nach hinten losgegangen, international hat jede Bemühung, Russland zu isolieren dazu geführt, dass der Westen isoliert wird. Es klappt einfach nichts, nirgendwo. Was also tut ein inkompetenter Trottel in so einer Situation? Schlägt mit Beleidigungen und Beschuldigungen um sich.

    Das Verhalten kann man bei frustrierten Kindern und verzweifelten Politikern gleichermaßen beobachten.

  7. Da hat der Deutsche Bundestag einen von Juden organisierten und durchgeführten Genozid geschaffen.

    Der Hauptverantwortliche: „Lazar Kaganovich, einer der wichtigsten Mitarbeiter Stalins . Er war einer von mehreren Mitarbeitern, die Stalin halfen, die Macht zu ergreifen, indem er außergewöhnliche Brutalität gegenüber jenen bewies, die als Bedrohungen für Stalins Regime galten, und die Hinrichtung von Tausenden von Menschen erleichterte. Kaganovich spielte während der Großen Säuberung eine zentrale Rolle , indem er persönlich über 180 Listen unterzeichnete, die Zehntausende von Menschen in den Tod schickten. Für seine Rücksichtslosigkeit erhielt er den Spitznamen „zheleznyy (Eisen/eiserner) Lazar“.“

    Im Juli 2009 veröffentliche die ukrainische Staatsanwaltschaft eine Liste von hochrangigen Funktionären des Sowjet-Regimes und der Kommunistischen Partei sowie von Funktionären des ehemaligen Geheimdienstes NKWD. Das Dokument macht hauptsächlich Juden aus Rußland und Litauen verantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung der Hungersnot.

    Nicht gern gesehen, passt nicht zur Opferrolle: Der Zentralrat der Juden in der Ukraine forderte die Staatsanwaltschaft auf, die Liste zu überarbeiten, weil sonst „Rassenhaß“ innerhalb der Ukraine entstehen könnte.

  8. Einerseits bin ich dankbar, das Thomas aus Russland berichtet, andererseits verstehe ich die Russen nicht. Es ist eindeutig, das die Treuhand BRvonD ein/ DAS Sprachrohr der VSAmis bzw. der ex- Alliierten IST!
    Warum prangern die Russen DIESE Deutschen Verräter/ Vasallen/ Kollaborateure nicht an?!
    Es wäre ein Einfaches, den Politikern/ Verrätern/ Vasallen/ Kollaborateuren der Treuhand BRvonD den Spiegel, nein nicht DEN, sondern einen Spiegel vor die Nase zu halten.

    http://www.geheimpolitik.de/Gp-3/Kriegserkl%C3%A4rung.pdf
    DAS, genau DAS ist unsere Realität! Wobei ich die ‚Beamten‘ des ‚Innenministers‘ (‚Verfassungsschutz‘) als BEDIENSTETE Vasallen bezeichnen würde, denn seit 1945 ist von der SHAEF das Beamtentum verboten.

    Eigentlich wollte ich einiges, gegen/ zu der Aufrechnung von Mio Toten, schreiben- auch zu den Juden. Obwohl mir die Juden schnurzpiepegal sind, habe DIE ab 1933 mehrmals gegen Deutschland ( nicht gegen Hitler) den KRIEG erklärt. Dann lesen sie mal, was dort im Talmut, genau wie im Koran, unter ‚Ungläubigen‘ steht!
    Natürlich ist Menschen vergasen ein Verbrechen; unzweifelhaft. Aber genau so ist es ein Verbrechen, ATOMbomben auf Städte zu werfen, obwohl der faktisch vorbei war. Menschen verhungern zu lassen; in den Rheinwiesen z.B. . Oder Flüchtlinge in Konzentrationslagern verhungern zu lassen; und/ oder sie mio-fach umzubringen; in Polen z.B.
    Wenn wir ‚aufrechnen‘, enden wir, oder auch nicht, GENAU HIER.

    1. Hallo Karl,

      interessanter Artikel. Kannst du mir erklären, wenn dann nur „3“ von all diesen Staaten einen Waffenstillstand mit D unterzeichnet haben sollen. Warum konnten dann -zig. Hunderte einflussreiche Nazis in diese Länder (insbesondere in Länder ab Nr. 42) flüchten. Diese „Rattenlinien“ sind ja bis heute bekannt und wurden durch den BND, den Auslandsgeheimdienst, sowie durch die Geheimdienste des Staates Israel permanent nach solchen Leuten durchkämmt. Wenn also faktisch immer noch Krieg wäre, dann hätten diese Personen dort nie um Asyl bitten dürfen. Die wären alle wieder ausgeliefert worden, oder zumindest als Kriegsgefangene eingekerkert worden. Irgendwie beisst sich das für mich…

      1. #Vodka, wieso? Gerade weil immer noch Krieg ist, mit dem Deutschen Reich, konnten die DAS.
        Frieden erst mit einem Friedensvertrag- haben sie einen solchen gesehen? So lange wir besetzt sind, und Deutschland in Verwaltungsgebiete unterteilt IST, sind DIE mit uns im Krieg.
        DAS setzt keine Kampfhandlungen vorraus, schliesslich haben ‚wir‘ uns ‚ergeben‘. Der Krieg wird aber mit anderen’perfiden‘ Mitteln weiter geführt; von Seiten der Besatzer.

        Das sind jetzt über 100 Jahre, seit dieser Zustand anhält.
        In ALLEM, wo von ‚Deutschland‘ die Rede IST, ist das DEUTSCHE REICH gemeint. Sogar die Treuhand BRvonD sagt: Deutsches Reich.
        https://www.bundestag.de/webarchiv/presse/hib/2015_06/380964-380964

        UND die Besatzer:
        -https://de.metapedia.org/wiki/US-Gericht:_Deutsches_Reich_besteht_noch

  9. Krieg ist immer ein schmutziges Geschäft, welches durch die Politik unterstützt und mit umgesetzt wird.

    Ist der Krieg vorbei will es keiner gewesen sein, egal ob Ost oder West, obwohl die Toten und die Opfer zahlreich sind. Lenin, Stalin, Hitler, Franco, Mussolini, Churchill, de Gaulle, Roosevelt und auch heute die Länder in der NATO, der EU, die USA und Russland sind damals wie heute allesamt Kriegsverbrecher. Da gibt es nichts zu beschönigen, oder zu relativieren, denn dann wird wird es peinlich und absurd.

    Die Menschen sind eine feindliche und kriegerische Rasse, weltweit. PUNKT!

  10. @Thomas
    Obwohl ich Dir eigentlich sonst in vielen Dingen zustimme, bin ich hier sehr skeptisch.
    Hast Du jemals die krasse Doku „Soviet Story“ gesehen (gibt’s u.a. bei Bitchute)?
    Da wird klipp und klar festgestellt, dass Stalin die „Randland“ (= Ukraine) – Russen hasste und ausrotten wollte. Ich hoffe, Du versuchst nicht die von Russen ermordeten Millionen, ob in der Ukraine oder den Gulags oder auf dem Feld oder auch in Katyn schönzufärben. Kommunisten waren nun mal die grössten Mörder im 20.Jh., an die 100 Mio Leichen haben die zu verantworten, in der UdSSR, in China, Kambodscha, Nordkorea, Vietnam, Nicaragua, u.v.a.m.
    Diese Tyrannen mit ihrer kruden Ideologie waren nie Menschenfreunde, sondern Täuscher und eiskalte Killer.
    Ihr Motto ist immer „No lives matter!“. Sozial antäuschen, aber totalitär agieren.
    Orwell wusste das auch schon früh. Nicht nur in seinem Buch „Die Farm der Tiere“ hat er das gebrandmarkt (der Film dazu ist genial und unvergesslich), auch in seinem kaum bekannten Buch „Mein Katalonien“ hat er beschrieben, wie die sowjetischen Agitprop-Kanaillen im spanischen Bürgerkrieg allen freiheitsliebenden Republikanern und Anarchisten heimtückisch in den Rücken gefallen sind. Er sagt, die hatten nur ihre starre herrschaftsgeile Kontroletti-Ideologie im Kopf, die wollten keine Demokratie, haben sich immer quergestellt, waren inhumane Roboter.

    Ich finde, für alle sowjetischen Verbrechen sollten sich die zugehörigen schuldigen Staaten auch endlich mal entschuldigen, und Reparationen an die Angehörigen zahlen.
    Das gilt für alle Kriegsverbrecherländer.

    El Cid

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