Inzwischen bin ich seit fast zwei Monaten nicht mehr zu Hause gewesen, weil ich etwa einen Monat im Donbass war und nun in Moskau sehr viel zu tun habe. Nach der letzten Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums, COVID-19 sei eine von den USA entwickelte Biowaffe, haben russische Medien großes Interesse an dem, was ich bei meiner Arbeit an dem Buch „Inside Corona“ herausgefunden habe, denn ich habe ihren Redaktionen all das, was das russische Verteidigungsministerium nun veröffentlicht, schon seit Monaten erzählt. Man hat mir das nicht wirklich geglaubt, umso größer ist nun deren Interesse an meinen Informationen.

Hinzu kommt, dass ich für russische Medien derzeit noch aus drei anderen Gründen interessant bin. Erstens gibt es nicht viele Ausländer, die einen Monat in Donezk waren, und die Medien sind an meinen Erlebnissen interessiert. Zweitens war ich in dem Biolabor in Rubezhnoe, was vor dem Hintergrund der Veröffentlichungen des russischen Verteidigungsministeriums ebenfalls mediales Interesse hervorruft. Und drittens war ich in dem von der Ukraine bombardierten Gefängnis in Jelenovka und auch dazu muss ich viele Interviews geben. Hinzu kommen noch andere Treffen mit sehr interessanten Menschen in Moskau.

Daher habe ich beschlossen, dass ich am Freitag wieder nach Hause fahre, denn solange ich in Moskau bin, leidet der Anti-Spiegel unter meinem Zeitmangel. So interessant all das, was ich derzeit in Moskau erlebe, auch ist, ich sehe den Kern meiner Arbeit im Anti-Spiegel und nicht in Auftritten in russischen Fernsehsendungen. Darum habe ich mir für diese Woche ein sehr ambitioniertes Programm vorgenommen, um all das abzuarbeiten, was in Moskau noch zu tun ist, um dann endlich wieder nach Hause zu fahren und mich wieder voll dem Anti-Spiegel widmen zu können.

Daher bitte ich um Verständnis, dass es auf dem Anti-Spiegel auch diese Woche wohl nur maximal einen oder zwei Artikel pro Tag geben wird. Ich gelobe ab dem Wochenende Besserung!