Die ARD kann auch über das Thema Weihnachten nicht ohne anti-russische Propaganda berichten, wie ein Beitrag des Campus-Magazins über weihnachtliche Bräuche in anderen Ländern zeigt.

In dem ansonsten recht netten Beitrag der ARD dürfen ein Brasilianer, ein Afrikaner und ein Russe, die in Deutschland leben, zeigen, was es bei Ihnen zu Hause zu Weihnachten zu essen gibt. Das ist also eigentlich eine nette Idee für eine Sendung, denn alles, was den Menschen andere Kulturen und Länder näher bringt, finde ich gut.

Aber die ARD wäre nicht die ARD, wenn sie nicht auch bei diesem Thema Seitenhiebe gegen Russland austeilen würde. Als das Kamerateam mit dem Russen die nötigen Lebensmittel einkaufen geht, wird kommentiert, dass es ja in Sibirien, der Heimat des jungen Mannes problematisch sei, frische Lebensmittel zu kaufen. Sogar so Russland-typische Dinge wie rote Beete oder Mohrrüben sind demnach in Sibirien nur schwer zu bekommen. Ein unglaublicher Unsinn!

Es wäre doch wirklich schön, wenn sich die ARD mal nach Sibirien auf den Weg machen würde, um festzustellen, dass die Supermärkte in den Städten dort garantiert nicht schlechter bestückt sind, als in Deutschland. Und vor allem würde sie sehen, dass diese Supermärkte sogar noch größer sind, als die meisten, die es in Deutschland gibt.

So funktioniert Propaganda per Definition: Man baut negative Äußerungen auch unauffällig in Texte ein, damit sich bei Zuschauer im Unterbewusstsein ein negatives Bild formt und verstärkt. Man hört das Negative – in diesem Fall über Russland – ja überall, nicht nur in den Nachrichten, dann muss es stimmen und Russland ist ganz arm, schlecht versorgt und an allem ist natürlich Putin schuld. So werden diese unterbewussten Verknüpfungen im Gehirn gebaut und gefestigt.

Die ARD muss die anti-russische Propaganda anscheinend fahren und über Russland mal unterschwellig und mal ganz offen lügen, selbst wenn es um das Fest der Liebe geht…